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V. Hessische Gcfammttebn.
rine, Wittwe von Knoblauch, geb. v. H., wahrscheinlich dieTochter des Otto Caspar, verkauften 1710 diese Güter unter demNamen des Schashofs und Rodtschen Guts für 10,000 Thlr. anden Obersten Carl Gustav von Mepsebug^) und sind nachdem Tode des letztern dieser Familie (1 1812) auf die hessischeFamilie v. Baumbach gekommen, in deren Besitz sie auch sich jetztnoch befinden.
6) Hessisches Lehn, das Hut Zchrecksbach betreffend.
Lehnbrief von 1636.
Dieses Lehn zählen wir auch hierher, ob es gleich kein Jahrin dem Besitz des neu damit belieheucn Vasallen war. Dasselbein dem Dorfe Schrecksbach ohnweit Ziegenhain, begreift den Zehntenbei Schrecksbach und Ober-Schrecköbach, sodann die beidenfreien Höfe daselbst, das eine das Gr eben gut, das anderedas Herzbcrger Gut genannt und mehrere Aeckcr und Wiesen.
Durch Lehnbrief des Landgrafen Wilhelms V. (zweiterSohn des Landgrafen Moritz zu Hessen und Gemahl der berühmtenAmalie Elisabeth) von Casiel den 14. Februar 1636 (Urkb. 563)wurde sein Stallmeister Burchard von Hanstein und dessenSchwager Lucas Wilhelm von Romrodt mit obigen Gütern,die durch das ledige Absterben dcsOtto Ludwig von Hatten-buch dem Landgrafen anheim gefallen, zu rechten Mannlehn belehnt.Es geschah dies „au dem Geburtstag des Landgrafen", — wiees im Lehnbrief und weiter hcist — „aus besondern Gnaden, da-„mit wir Ihnen wohl gewogen undt bcigethan." In Beziehungauf die gewöhnliche Nittcrpferde sollen sie dies Amts-Maunlehenmit einem Lehenpfcrd verdienen. Burchard v. H. besaßdies Lehn, bis er in demselben Jahre unvcrchlicht verstarb, am11. Juli 1636 in Oberkaufuugcn begraben wurde, und das Lehn-gut an seinen Mitbelchnten Romrodt überging, dessen Stammvor einigen Jahren ausstarb, an den Lehnhof zu Cassel zurück fielund vom Kurfürst Wilhelm II. der General von Hclmschwcrdt neudamit beliehen wurde.
*) Siehe Schminke Lollectaneen und Ledderhose Kirchenstaat S. 252.