IV. Braunschwcig-Lünkburgische Gesammtlchn.
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Braunschweig-Lüneburgische (Cverfteinische)Gesammtlehen.
l) Aeker das Halde Dorf Waldefa (Mnhthaufen) Odeuberg
und Höhberg. /
Sondcrlehcn der Ershäuser Linie.
Lehulriefe von 1291 des Grafen von Everstein. 1461—1806 von Braunschwcig.
Die Grafen von Everstein, eines der angesehensten Gra-.fcngcschlechter des Sachscnlandes, hatten zahlreiche Besitzungenan der mittleren Weser und an der Diemel, also innerhalb derGränzen des alten Sachscnlandes. Wenn sie in der Germara-m ark mitten unter Fuldischcn Gütern als Lehnsherrn über solcheGüter auftreten, welche zugleich in fuldischcn Lchnbricfen aufge-führt werden, so ist dieses nur dadurch zu erklären, daß ihnen,den mächtigen Grafen, vom Stifte Fulda die Schutzgerech-tigkeit (Advocatie) über die Besitzungen an der Wcrra über-tragen war, wofür sie das halbe Dorf Waldesa, Ditzenrodenebst Zubehör zur Schadloshaltung als llominum utils empfingen,während das clominum clirootum dem Stifte verblieb. Man weiß,wie gefährlich den geistlichen Stiftern die Schutzherrn wurdenund wie die Chroniken des Mittelalters mit Klagen über Beein-trächtigungen, Gewaltthätigkeiten und Eingriffe der Schutzherrnangefüllt sind, und diese Umstände mochte das Stift Fulda be-wogen haben, mit Uebergehung der benachbarten Grafen, z. B.von Bilstein, von Gleichen, von Lutternberg, die ent-fernteren, aber nicht minder mächtigen Eversteincr zu wählen.Dennoch konnte es nicht verhindern, daß sich Fuldisches Stiftö-gut in Everstein'sches und hernach Braun schweig-Lüne-burgischcö Lehngut verwandelte und factisch fortbestand, wäh-rend Fulda es ebenfalls in seinen Lehnbriesen fortführte.
Das von den Evcrsteincrn in Besitz genommene Theil derFuldischcn Güter, namentlich Wald esa, besaß im (3. Jahr-hundert eine Familie, welche sich von diesem Dorfe nannte, zuLehen. Theoderich von Waldcsa gab dieses Lehen nebst zehnHufen in Ekaneberg (jetzt Eichenberg, hessisch) und Hagen
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