Geschichte der Burg Haustein.
Darauf deutet Otto in dem obenenvähnteu Diplom selbst hin, wenner sagt, daß, wenn der Erzbischof bei der Rückkehr von derKaiscr-krönung ihm, dem Kaiser, einen solchen Gehorsam leisten würde,der seiner Majestät gefallen könne, die Burg ihm überlassen werdensolle, selbst wenn durch Austräge und Richtcrspruch das Recht ihm,dem Kaiser, zugesprochen würde Blos um der Forin Willenwurden die Erzbischöfe von Trier und Cöln, die Bischöfe von Speierund Würzburg zu einem Austrägalgcricht berufen, und wenn diesedie Sache noch zweifelhaft finden würden, so sollten besondere Richterentscheiden. Man sieht, es ist nichts, als die bloße Form, welchegewahrt werden sollte; denn Austräge oder Nichter mochten nunentscheiden, wie sie wollten, die Burg wurde nach dem VersprechenOttos doch mainzisch. Außerdem war es ein sonderbares Austrä-galgcricht, zusammengesetzt aus vier geistlichen Fürsten, von denenzwei sogar Suffraganbischöfe von Mainz waren, ohne ein weltlichesvon Mainz unabhängiges Mitglied hinzuzuziehen! — Es ist auchkein Urtheil erfolgt. Otto hatte ja die Burg vorläufig bereits alsPreis der Gewogenheit eingesetzt und konnte sein besiegeltes Wortnicht zurücknehmen! — Hätte der Erzbischof das mindeste Recht andieser Burg gehabt, Otto würde es in jenem Diplom nicht ver-schwiegen haben, denn er ist ja demüthig genug, zu gestehen, daßer dem erzbischöflichen Stuhle das Patronatrecht über die Kirche zuGöttingcn, die Vogtci in Nordheim und die Abtei Rcinhausen wider-rechtlich entzogen habe! Genug Otto brachte ein schönes und wich-tiges Erbgut seiner Familie der wankenden Treue eines unzuver-läßigen Kirchenfürsten zum Opfer, aber, wie alle seine Aufopferun-gen so war auch diese für ihn ohne Nutzen. —
Es kann also nach diesen Thatsachen (siehe Landau in seinen
Ltsi dene noncisceremus ipsius eastr! äominium (nämlich durch Aus-trägc und Richterspruch) si ^rebiepiscv>>uz inter reäeunäuiii a con-seoranäa (von der Kaiscrkrönnng in Rom, welche in demselben Jahrefolgte.) laiv nodis obseguium sirsesiitisset, in guo biostrae INajestatieomplaesre änderet, Ipss praelati Lastri maueret äominus etpossessor äe nostra ßraluila voluntate! Otto hatte die Weihe desPapstes Noch nicht erlangt (nodis neeänin Imperatvriam eonseerstionei»aäsptis) und Siegfried war ein Günstling des Papstes!