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1 (1856)
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Geschichte der Burg Haustein-

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Ritterburgen) weder von vermuthlichen Rechten des Erzstifts aufdie Burg Hanstein, noch von der Vermuthung die Rede seyn, dasWclfische Haus möchte sie wohl dem Erzstifte mit Gewalt entrissenhaben.

So unterwarf sich denn im Jahr 1209 die Burg Haustein,einst ein Eigenthum zweier mächtiger und ruhmvoller Häuser, derNordhcimcr und der Weifen, dein mainzischen Rade.

Der geistliche Herr bedürfte zur Bewachung der Burg Männervon erprobter Tapferkeit; er mußte Burgmänner in dieselbe auf-nehmen. Diese bildeten mit den von ihnen unterhaltenen Knechtendie Besatzung der Burg, waren nicht blos zum Schutz, sondern auchzur Erhaltung derselben und zur thätigen Theilnahme der die Ge-gend betreffende Fehden verpflichtet und bezogen für diese Bemühungeine angemessene Belohnung in den ihnen auf die zur Burg gehö-rigen Dorfschaften und Güter angewiesenen Zehnten, Zinsen undGefälle, oder wurden auch durch baare Summen abgefunden.Gewöhnlich kostete dem Herrn der Burg die Unterhaltung der Burg-männer mit ihren Knechten und Reisigen so viel und oft noch mehr,als die Burggüter einbrachten, allein da die Burgen zum Schutzedes Landes und der Gränzen eben so nothwendig waren, als inspätern Zeiten die stehenden Heere, so durften die Grundherrn solcheAusgaben nicht scheuen. Aber eben dieser Umstand war Ursache,daß man gern Burgmannlehen ertheilte, wodurch der Besitzerder weiteren Sorge für die Unterhaltung der Burg enthoben wurdeund da diese, wie andere Lehen sehr bald erblich wurden, so kamenviele Familien des niedern Adels in Besitz von Gütern, die ehemalsden Grafengeschlechtern gehört hatten.

Verschieden von den Burgmannlehen waren die Burg sitze,d. h. ein, wenn auch beschränkter Wohnsitz in der Burg, welcherirgend einer Familie als Zufluchtsort in jenen Zeiten der Unsicherheitlehnswcise und gegen gewisse Verpflichtungen ertheilt wurde.

Selbst Höfe, curms, wurden innerhalb der Umfassungsmauerangelegt und gehörten nicht dem Besitzer der Burg, sondern dem,der sie nach erlangter Erlaubniß erbaut hatte. Sie mochten wohlgrößtentheils nur aus Scheunen, Viehställen und einem Hirtenhausebestehen.

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