Geschichte der Burg Haustein.
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Adclbert von Bremen vertrieben und Otto vonNordhcimwieder zur Lenkung des Staatsrudcrs erhoben wurde.
Dies Glück war von kurzer Dauer. Otto machte sich inseiner Stellung nichts als Feinde; der König ertrug die größereund strengere Aufsicht mit Unwillen; die Großen des Reichs zürn-ten, daß sie einem sächsischen Grafen gehorchen sollten, und zweihessische Grafen (von Gudcnsbcrg), Giso und Ad albertwaren überall thätig, den Nordheimcr zu stürzen. Der National-haß der Franken gegen die Sachsen scheute sich nicht, zu hinter-listigen und ehrlosen Mitteln zu greifen. Ein Frcigeborner, aberverächtlicher Mensch, wurde angestiftet gegen Otto die Anklagedes Hochverraths zu erheben; er habe ihn, so lautete die Anklage,gedungen, den König zu ermorden. So unwahrscheinlich und wahr-haft lächerlich diese Anklage unter den bestehenden Umständen —denn nicht am Tode sondern am Leben des jungen Königs mußtedem Nordheimcr gelegen seyn — lautete, so wurde er doch vcrur-theilt, seine Unschuld durch ein Gottesurtheil, d. h. durch einenZweikampf mit dem vcrächtetcn Ankläger darzuthun und zu demEnde wurde er aufgefordert, am 1. August 1070 zu Goslar zuerscheinen. Otto kam am bestimmten Tage, aber mit bewaffnetemGefolge und verlangte sicheres Geleit, freie Vertheidigung undUrtheil nach dem Ausspruche der Fürsten. So billig diese Forde-rung war, so wurde sie doch verworfen und Otto zog entrüstethinweg. Da versammelten sich die Fürsten, seine erbittertesten Fciirdeund schöpften, ohne den Angeklagten zu hören, das Urtheil, Ottos sey des Hochverraths schuldig und habe Leben und Hcrzogthumverwirkt. Jetzt mußte das Schwert entscheiden; es begann einewilde Jagd gegen den Edelhirsch und wie eine Meute fielen dieHGcgncr Ottos über ihn her. Mord und Brand bezeichneten ihreBahn. Der König selbst zog gegen ihn aus und zunächst gegen dasUSchloß Han stein (im I. 1070), aus welchem die Besatzung zu-Aückgczogcn war. Die Burg wurde mit leichter Mühe erobert undauf Befehl des Königs bis auf den Grund zerstört. Der einsichts-volle Hersfelder Mönch, Lambcrt von Aschaffenburg, der diesenKrieg fast als Augenzeuge so wahr und treu geschildert hat,