Geschichte des Eichsscldes.
Gold — und des Ausdrucks Schrot, um das Gewichtzu bezeichnen. Korn und Schrot wird in den Hcili-gcnstädter und Eichsfeldcr Urkunden häufig mit Wisseund Wichte, (Wys und Wicht) ausgedrückt.
2) Die allgemeinste, nicht ausgeprägte, Münze war — wiebei den Engländern das Pfund, und bei den Franzosendas livriz — bei den Deutschen die Mark.
3) Eine Mark (feine) sollte 16 Loth feines Silber enthalten,wenn sie ausgeprägt worden wäre. Man theilte sie aber in
Vierdingc, Uerto, welche 4 Loth Silber enthaltensollten; daher ein 5 löthiger Vierding 1^ Mark löthi-gcn Silbers ausmachte. Vier Vierdinge machen alsoeine Mark.
4) Der Vierding zerfällt in 12 Schillinge (Lolidns) und
5) folglich machen 48 Schillinge eine Mark.
6) Der Schilling wurde aber auch wohl für den 16. Theileiner Mark gerechnet.
Wenn man nun nach unserm Gelde das Loth Silber zu 16gGr. annimmt, so beträgt die Mark 10 Thlr. 16 gGr.ein Vierding 2 Thlr. 16 gGr. undein Schilling 1^ gGr. oder auch 4 gGr.
Allein es gab außer der alten Mark, auch eine gemeineMar k, welche immer schlechter wurde, so daß sie zuweilen nur zu8 Maricngroschen gerechnet wird.
Eine zweite Rechnungsart ist die der Pfunde; sie bezieht sichauf Pfennige und Heller.
Im Jahr 1335 galt zu HeiligcnstadtEin Pfennig . . 2 Heller,
Ein Heller ... 2 Scherst,
Ein Schilling . . 12 Pfennige,
Ein Pfund ... 24 Schillingeoder 288 Pfennige,
Eine Mark . . .48 Schillingeoder 576 Pfennigeoder 2 Pfund.