Geschichte des EichsfcldcS.
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lien, welche das durch einen ausgedehnten Gilterbesitz bereits erwor-bene Anschn durch die allmälig erblich gewordene Grafen- oderNichtcrwürde zu vermehren wußten. Das sind die alten Grafen-gcschlcchter, welche in der Karolingischcn Zeit bereits den hohenAdel bildeten, im Heere ves siegreichen Kaifers dienten, in seinemRathe saßen oder in größeren Bezirken als seine Abgeordneten(missi ressis) auf Recht, Ordnung und Gesetzmäßigkeit sahen,Klöster und Kirchen schirmten, oder die Gränzen bewachten, (Pfalz-Land- und Markgrafen). Viele dieser Geschlechter waren auf demEichsfelde begütert, aber sie sind spurlos verschwunden, sie sindgefallen und verstorben, wie die mächtigen Eichen, unter derenSchatten sie zum Gerichte saßen. Hätte nicht hin und wieder eineKlosterstiftung, eine Vergebung und Gütcrabtrctung zu kirchlichenZwecken, ihre Namen in den aufbewahrten Urkunden erhalten, sowürde selbst ihr Gedächtniß verschwunden seyn. Auf diese Art abertritt im 9. Jahrhundert ein Graf Erpo dadurch aus dem Dunkelder Zeit, daß er das Dorf Dorla dem heiligen Kilian, d. h. derKirche zu Würzburg schenkt. Aus dein Güterverzeichniß der AbteiGandershcirn ersehen wir, daß ihr Stifter, Graf Ludols, in dem-selben Jahrhundert in der Stadt Dudcrftadt und auf dem Unter-cichsfclde begütert war. Ein Tauschvertrag aus eben diesem Jahr-hundert zeigt uns den Grasen Conrad, Vater des ersten deutschenKönigs, als Besitzer eichsfelvischer Güter, die er dem Abt zu Fulda,Hüggi, abtritt und dafür in Hessen entschädigt wird. Doch sindfür unsere Zwecke nur folgende Grafcngeschlcchter bemerkenswerth:l) die Grafen von Northeim, welche unter andern die alte BurgHanstein besaßen und folglich auch Herrn der zunächst liegendenGüterbezirke waren; 2) die Grafen von Everftein, welche zu ihrenweitläufigen Besitzungen an der mittleren Weser und an der Diemclauch diejenigen zählten, welche die Hanstcinsche Familie späterhinvom Hause Braunschwcig zu Lehen trug; 3) die Jmmadinger,aus denen die Herrn von Plesse, Lehnsherrn derer von Hanstcinentsprungen sind. — Mit Ucbergehung der übrigen, z. B. jderGrafen von Reinhausen, Lutteruberg (die Schutzvögtevon Heiligcnstadt), der Bielsteine, der Herren von Hardcnberg, derGrafen von Hoenstein, oft Verweser des Eichsfeldeö, und anderer