k
Geschichte des EichSfcldeS,
lich mit einem so beschränkten Raume, nicht lange bestehen. DieMehrzahl der Ucberwundenen nimmt die Minderzahl der Sieger insich auf, oder man trennt und sichtet sich in abgesonderte Hansen.So finden wir denn auch auf dem Eichsfelde, nachdem der Sturmder Fremdenkriege sich gelegt und das Rütteln und Schütteln auf-gehört hatte, die Thüringer wieder in bestimmten Gränzen vonMühlhausen bis über Hciligenstadt in den Aemtern Gerode, Worbis,Wintzingcrode, dem Gerichte Haustein; — die Sachsen iu derMark Dudcrstadt, in den Aemtern Gieboldchausen und Linvau,in den hannoverschen Aemtern Friedland, Ncinhauscn und Gleichen;die Wenden in mehreren Dörfern des thüringschcn Gebiets undin der windischen Mark, in der Nähe des Gehülfensbcrg, zu Geis-mar, Ershausen, u. s. w., wo sie im Laufe der Zeit Sprache undNationalität verloren und germanisirt wurden. —
Daß zu den Zeiten dieser Volksunruhe, dieses Drängens undTreibens, wie es sich im 7. Jahrhundert darstellt, an eine politischeOrdnung, an eine Staatsform, oder bestehende Einthcilung desLandes zur Handhabung des Rechts und der Ordnung nicht zudenken sey, läßt sich begreifen. Erst im 9. Jahrhundert, dem Zeit-räume des momentanen Friedens, als noch Carl der Große, derUcberwinder der Sachsen, auch über diese Gegenden seinen Hcrrscher-stab streckte, tritt die alte Gauverfassung wieder hervor, jedoch mitwesentlichen Veränderungen. Der alte thüringische, das ganze Eichs-feld umfassende Gau Eichsfcld, zersplitterte sich in sechs Kleinere,oder Untcrgaue. Diese sind i. der Gau Eichsfeld, der nur auseinem kleinen Theil des alten bestand und von Mühlhausen bisHeiligenstadt sich erstreckte. 2. derWestgau, am Ufer der Unstrutbei Langensalza bis über den Hainichen hinaus zum Ufer der Werra.In ihm lag das Amt Glcichenstcin und das Amt Treffurt. — 3)der Gau Germancmark, wozu das Schloß Hanstein, die AemterBischofsstcin, Grcifenstcin und Hanstein, ä) der Gau Omfeld,wozu das Schloß Bodenfiein, das Gericht Gcrode, die AemterWorbis und Harburg, 5) die Duderstädter Mark und 6) derBisgau, wozu die Aemter Gieboldchausen und Lindau, gerechnetwerden müssen.
In diesen Gauen gab eS, wie überall in Deutschland, Fami-