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1 (1856)
Entstehung
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Geschichte dcS EichSseldeS.

Thüringern bewohnt wurde, konnte die Stadt Witzenhausen noch im13. Jahrhundert urkundlich beweisen, daß sie auf fränkischen Bodenliege und fränkisches Recht genieße. Wie viele nachbarliche Strei-tigkeiten, wie viele blutige Kämpfe mochten zwischen beiden auf demEichsfelde bereits ausgekämpft seyn, als im 7. u. 8. Jahrhundertein anderes Volk sich hier eindrängte, das wie ein unwiderstehlicherStrom von Norden her längs der Weser sich hervorwälztc und dieThüringer vom Eichsfcldc zu verjagen suchte. Es waren dieSachsen, welche den Hessen bereits die Dicmelgegend abgenommenhatten und bis an die Fulda vorgedrungen waren. Im Anfangeund gegen die Mitte des 8. Jahrhunderts waren sie ohne Zweifeldas herrschende Volk auf dem gcsammten Eichsfcldc, denn damalsfand sich der Schüler des Bonisacius, Sturm, vor ihren Einfällennicht einmal in seiner Einöde Herolvesfeld fHcrsfeld) gesichert undwanderte weiter in die buchonische Wüste. Allein die Sachsenhcrr-schaft konnte nur in der Mark Duderftadt, Gieboldehauscn, bis indie Nähe des Nüstcbcrgs sich bleibende Wohnsitze gründen; ausder obern Gegend wurden sie durch die Kriege der Carolingcr ver-trieben. In die verödeten Diftricte zog aber im 7. Jahrhundertvon Osten her anrückend ein nicht germanisches, sondern slavischesVolk, die Wenden, welche sich still und friedlich ohne kriegerischesGeräusch der fruchtbaren Thäler bemächtigten. Slaven und Ger-manen, diese ewigen Gegensätze, die sich nie vereinigen werden, leb-ten getrennt von Thüringern und Sachsen und haben Spurenihres Daseyns in vielen Ortsnamen (Thalwcnden, Wendenhauscn,Pfaffschwenve und a. m,) auch wohl noch in einigen Sprach-und Sittcnresten erhalten. Hier, wie in den übrigen GegendenDeutschlands, wohin sie gedrungen waren, hatten sie das Schicksal,von dem überwiegenden germanischen Element ausgestoßcn, in denZustand der völligen Unfreiheit und Hörigkeit zu versinken, der so-gar jetzt noch nach ihrem Volksnamcn als Sclaventhum bezeichnetwird. Dennoch finden wir im 9. Jahrhundert noch einzelne ge-schlossene Wendendörfer auf dem Eichsfcldc und die WindischeMark, mit welchen die von Hanstcir später belehnt worden sind,ist vorzugsweise von Wenden bewehrt und bebaut gewesen.

Nach der Ordnung der Naturkann ein Volksgemisch, nament-

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