ging nicht nach Preußen zurück. Im März 1689 war das Regi-ment 1112 Köpfe stark, zu 10 Compagnien, bei der Armee amRhein, gegen die Franzofen; focht siegreich unter seinem Chef den3. März bei Uerdingen und nahm den 21. Juni die BevelerSchanzen vor Bonn. Der Verlust der stürmenden Kolonnewar so bedeutend, daß Barfuß in dem Berichte anfragte:„ob solche Lifte zu ooinmunioirsn ist." Das belagerte Bonnkapitnlirte erst den 12. Oktober, nach dem Tages zuvor derSturm erfolgt war. Hier vor Bonn ereignete sich der bekanntepersönliche Streit der beiden höchstkommandirenden Officiere,des Generals von Barfuß und deö Feldmarschall-LieutenantSvon Schöning, der durch Verabschiedung des letztem beendetwurde. Im folgenden Jahre stand das Regiment am Nieder-rhein und in Brabant dem Feinde gegenüber. (30). Im Früh-jahr 1691 stieß ein Bataillon des Regiments Barfuß, 718 Mannstark, zu dem Korps, welches der Chnrfürft dem Kaiser Leo-pold I., abermals gegen die Türken, zu Hülfe sandte. DiesBataillon gehörte zu den Truppen, die sich bei Minden unterFührung deö Oberst von Below sammelten. In diesem mar-schirte gegen den Erbfeind Christian Eh reut reich als Lieu-tenant und sein Vetter Adam als Fähnrich. Unter Befehldes General Barfuß sammelte sich diese Armee abermals inCrossen; den 23. April besichtigte der Chnrfürft die schönenTruppen, den 1. Mai brachen sie auf, marschirten durch Schle-sien und Mähren nach Ungarn, hatten den 8. Juni im Lagerzwischen Skalitz und Göding Revue vor dem Kaiser, der sowie seine Generale entzückt waren über das schöne Volk. Den1. Juli passirte man die Donau bei Ofen. — Mancher Kriegerder Garde, der Regimenter Dönhoff und Barfuß mochte hiernoch der Blutarbeit des Jahres 1686 gedenken. — Von Ofenging es neben dem rechten Donauuser nach Szckese (Schetzke),wo am 13. im Lager ein Kriegsgericht über Deserteure abge-halten wurde. Wir kommen später noch einmal auf dasselbe
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