Druckschrift 
2,2 (1863)
Entstehung
Seite
924
Einzelbild herunterladen
 

bekamen ein Zelt und einen Strohsack, damit wenn sie aneinen Ort anlangten, nicht nach Holtz oder Stroh lauffcndürsten. Die Unter-OKmirer und Piqvenirer hatten Pistolenam Güriel, und die Dörfflingeschen Bataillone Kessel anden Seiten, die Reuter und Dragoner führten dabei nochDolchen" (88). Zur Kenntniß der Uniformirung damaligerZeit führen wir auö dem Mustcrungsbericht der GeneraleDöhnhoff und Barfuß vom Leibrcgimcnt der Chur-fürstin No. 7 Königsberg den 27. Mai 1681 an: „Inder Musterung haben wir die Hauptleute in violst, dieLieutenants und Fähnrichs in oarirwisirr-roth gekleidet, dieNnterofficircr mit Elendshäuten-Koller, derer Ermell charmcrirtund blauw aufgeschlagen, mit blauwen mit silbernen Galauncnbcschnürten Mänteln, blauwen Strümpfen und grauen in sil-bernen Galannen eingefaßten Hütten, wie auch mit gutenDegen und Kurzgewchren versehen befunden." Das Regimentbestand ans 8 Compagnien, in Summa 1228 Gemeine; sowie12 Schalmeypseiffer, 226 Weiber und 275 Kinder (89). DasHülfskorps gelangte den 3. Juli vor Ofen an. 166666 Mannund 366 Geschütze hatte der Kaiser hier vereinigt. Die Bela-gerung begann den 24. Juli und endete mit dem Falle der Festung,die fast 156 Jahre in den Händen der Türken gewesen, den3. September 1686. Der brandcnb. Gesandte schrieb an denChurfürsten: „Bey Hoff und in den Antichambres ist viel Lobund Rühmens von den Brandenburgischen gehört worden, wiesie sich bei der letzten Action abermals so tapfer gehalten unddie ersten in die Stadt gedrungen." Den 7. Oktober brachder General Barfuß mit den brandenburgischen Truppen vonCommorn auf, war den 7. Deccmber in Grüneberg, wo den-selben der seit dem 15. August fällige Sold ausgezahlt wurde.Von Crossen aus theilten sich die stark gelichteten Bataillone,denn mehr als der dritte Mann war geblieben und eilten zu-meist den alten Garnisonen zu. Das Bataillon Barfuß aber