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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
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an, und brachten zuletzt ein Hoch nnserm geliebten Königeund Landesvater, dessen Geburtstag wir im häuslichenKreise am 22. März feierten.

Traurig war es, daß wir im April unseru Gehülseuentlassen mußten, da sein krankhafter Znstand ein längeresVerweilen in nnserm Hause unmöglich machte. Ich schriebzwar gleich wieder um einen andern, mußte aber bis zum1. Juli warten, ehe der Bruder Münchow hier ankam.Derselbe war seines Handwerks ein Stellmacher und paßtealso für unfern Ackerbau besser, konnte uns auch mehr zurHand gehen, da er manche praktische Erfahrung besaß.Schnell verlief die liebe Sommerzeit mit ihrer vielen Arbeit,und der Herbst brachte abermals ein Jubelfest, den 50-jährigcn Gedenktag der Schlacht bei Leipzig am 18. October1813, wo unser Volk das schändliche Franzosenjoch abge-worfen und mit Gottes Hülfe Schmach und Schande ge-rächt hat an dem übermüthigen Napoleon. In den Kirchenwurde ein Dankgottesdienst gefeiert, dem wir beiwohnten.Nachmittags machten wir einen Fcldzng nach nnserm Acker,unsere Fahne voran, Hollen Holz und Buschwerk und bautendaraus ein Zelt, worinnen wir biwakirten unter Gesangund Erzählungen bis der Abend hereinbrach und auf denbenachbarten Bergen die Frendcnfener hell emporloderten.Da zündeten wir unter dem Jnbelgeschrei unserer Kinderauch unsere mächtige Hütte an, deren Flamme mächtigemporstieg, und ans allen Kehlen schallten nnserc Vater-landslieder bis der letzte Brand verglimmt war und dieSterne uns zum Heimznge leuchteten.

Aber im Leben wechselt Lust und Leid im stetenDurcheinander. Nichts ist ans dieser Erde, das da be-ständig bleibt. Der Krankheitszustand unserer alten Mutterwurde immer bedenklicher, die Schmerzen ihres Fußesnahmen zu, sie schwoll am ganzen Leibe und seufzte nunselbst nach ihres Leibes Erlösung. Ihr letzter Wunsch war,noch einmal das heilige Abendmahl zu genießen. Sonn-abend, den 7. November, verlor sie ihre Sprache fast ganzund sie konnte ihr müdes Haupt nicht mehr tragen. Nach