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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
147
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aus dem Jahre 1855 und nach einer andern von HerrnPastor Grase gezeichneten von 1862. Am Morgen des18. Oktober gingen wir dann hin, nm unsere Geschenkeabzugeben und dem hohen Paare einige Lieder zu singen,da keine Musik war, weil die Schwester der Braut, FräuleinEhrengard, im selbigen Sommer gestorben war und dieFamilie also Traner hatte. Unsere beiden jüngsten Zög-linge, Ernst und Fritz, Präsentirten die Teller, die mit jeeinem kleinen Kränzlein von der Hand meiner Fran ge-schmückt waren. Wir sangen da thaten sich die Thürenans und die ganze Hochzeitsgesellschaft stand vor nnsernAugen vor uns das hohe Brautpaar mit Thräncn inden Augen. Ich brachte ihnen einen kurzen Segenswunsch,den sie dankend annahmcn. Dann übergaben die kleinenRepräsentanten ihre Geschenke, die überaus gnädig ange-nommen wurden. Nachmittags waren wir bei derTrauung zugegen und durften nachher auch mitesse». Daswar eine außerordentliche Freude für unsere Kinder undsie thaten sich ordentlich was zu Gute. Noch lange redetensie davon, denn solche Tage kamen nicht zu oft in dem regel-mäßigen Gang unseres Hanslebens, das oft gar einförmigdahin fließt.

Das Jahr 1863 war ein Jubeljahr für Preußen.Am 15. Februar war die hundertjährige Gedächtnißseierdes Hnbertsbnrgcr Friedens, der dem siebenjährigen Kriegeim Jahre 1763 ein Ende machte. Ich erzählte in derSchule vom alten Fritz und seinen Thaten und wie Gottzu der Zeit Preußen geHolsen wider alle seine Feinde.

Dann kam der 17. März als 5ttjährige Gedächtnis;f eier des Ausrufs König Wilhelm III. an sein Volk 1813.Morgens hielten wir die in allen Schulen angeordneteSchulfeier. Nachmittags nahmen wir unsere Fahne undmarschirten in den Wald, wo auf einem freien Platze einWettlaufen von den Kindern ausgeführt wurde. Als Zieldes Laufs hatten wir unsere Fahne aufgestellt und dieSieger erhielte»Vormbaums Preußische Geschichte". Dannzogen wir auf unser» Acker und zündeten ein Frendenfeuer

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