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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
146
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Vortheil eingebracht, da das Leder zu thencr und mancherleiMbenansgabcn den Profit sehr verringerten nnd der Haupt-zweck des Gehülfen, größere Aufsicht über die Kinder beider Arbeit im Felde, doch wieder verfehlt wurde. Dazulaw, daß er nur sehr schwächlich war nnd durch seine Un-kenntnis; in praktischen Arbeiten von den Kindern überholtwurde. Dies nnd eine nervöse Ueberspanntheit, die zuZeiten eintrat nnd ihn zu Allem unfähig machte, mußtenzuletzt den Gedanken rege machen, daß er hier wohl nichtans seinem Platze sei. Doch ertrugen wir diesen Zustandbis im April des nächsten Jahres, wo er leiblich nndgeistig krank, selber seine Entlassung wünschte, die ihm anchgegeben wurde, nachdem das Jnspcctorat in Minstedt damiteinverstanden war. Er reiste äußerst zerrüttet von hier ab,um bei seinen Eltern seine Heilung abzuwarten. Er istdann später nach Berlin gegangen, aber unfähig zumDienste der innern Missionsarbeit, obwohl er auch dortnoch einmal, aber nicht von Minstedt gesandt, in eingrößeres Nettnngshans trat, wo er aber anch nicht langegewesen ist. Ach, davon wäre noch manches zu erzählen,aber ich übergehe es. Er war anch eins von den vielentraurigen Opfern der Onanie.

Im Sommer dieses Jahres bauten wir unfern Back-ofen, wozu wir das Material mit nnsern Kühen nnd dieJungen mit ihren Handwagen herbeischaffen mußten, daeine massive Schauer darüber gebaut werden sollte. Als dieserkleine, aber für uns doch beschwerliche Bau fertig war,feierten wir am 12. Octobcr unser liebes Jahresfest, undbald darauf auch eine Hochzeit in Dannenwalde, wo sichdie Tochter unseres Vorstehers, Agnes von Rohr, mit demGrafen Robert Zedlitz-Trützschler vermählte. Der Hoch-zeitstag war am 18. Oetober 1862. Damit wir aber nichtleer dahin gingen, hatte eine liebe alte Freundin unseresHauses, die verwittwete Frau Charlotte von Calbo inKönigsberg bei Wittstock, uns zwei schwere Porzellantelleraus Berlin kommen lassen. Auf beiden war unser Hausgemalt und zwar nach einer von mir entworfenen Ansicht