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stellte ihm die ganze Lage schriftlich vor. Der Vorstandkam mir bereitwillig entgegen, und mir einen Gehilfen bei-zugesellen war demnächst seine Sorge. Doch war dieseSache nicht sobald abgethan und es mußten deshalb erstmit dem Lindenhofe Anknüpfungen gemacht werden.
Zn den mancherlei Lasten legte uns der HErr nocheine ans. Die im Dorfe herrschende Mascrnkrankheit kamauch in unser Hans und ergriff unsere beiden Kinder undeinen Zögling des Hauses; unser Kleinste, für den wir auchfürchteten, blieb davon verschont und auch die andern Zög-linge, so daß es der HErr dennoch gnädig mit uns machte,und auch die Kranken das Uebel ohne Nachthcil überstehenließ. Der Winter dieses Jahres war überhaupt milde unddie Witterung wechselte so oft, wodurch mancherlei Krank-heiten entstanden. Die Sommerzeit war wieder sehr heißund trocken, aber dennoch gab es keine thcure Zeit; wiedenn überhaupt hier die Erfahrung spricht: Heiße undtrockene Jahre geben wohlfeile Zeit.
Die Verhandlungen wegen eines Gehülfen vom Linden-Hofe in Minstedt waren endlich so weit gediehen, daß am1. März I8l>3 der Bruder Rolfs von dort hierher gesandtwurde. Ich hoffte dadurch eine Erleichterung zn bekommen,aber wir hatten in Wirklichkeit bloß eine Last dazu be-komme». Denn abgesehen davon, daß meine Frau z. B.noch mehr Wäsche hatte, so hatte ich auch Ablösung vonmeiner Arbeit nicht zn erwarten, da der Gehülfe einSchuhmacher war, und von der Feldarbeit so wenig ver-stand, als ein Bauer vom Schnhmachen. Dazu war erauch nur kurze Zeit in Minstedt gewesen und verstand vonder Kiudcrzncht und dem Wesen eines Nettnngshanses nursehr wenig; ja, er bedurfte noch gar zn sehr selber derErziehung und Zurechtweisung und konnte daher manchesverderben. Er hatte zwar eine gute Schulbildung in seinerVaterstadt Wolfenbttttel gehabt, aber er schwatzte zn vielund brachte wenig fertig. Da er sein Werkzeug mit-brachte, so machten wir den Versuch und richteten eineSchuhmacherwcrkstätte ein. Indessen hat es doch nur wenig
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