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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
136
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fleißig auf seiner Werkstätte. Acht Tage durfte ich ver-weilen, dann mußte ich nach Hause eilen, wo meine Gegen-wart dringend nöthig war und meine liebe Frau gewißTage und Stunden zählte. Eine besondere Freude aberwar es für mich, daß meine liebe Mutter sich dazu be-wegen ließ, sich abconterfcien zu lasse», so daß ich nachherihr Bildniß, fast in Lebensgröße, neben das meines seligenVaters hängen konnte. Ich konnte doch nachher täglichihr freundliches Gesicht sehen und mir ihre Züge vergegen-wärtigen, weil es mir bei aller Phantasie sehr schwer wird,mich eines entfernten oder gestorbenen Menschen leiblich zuerinnern.

Nicht lange nach dieser Reise wurde unser drittes KindEmilie Friederike Mariegeboren, am 21. September, und hier im Rettungshausegetauft von Pastor Besser am 10. October 1858. IhrePathen waren: der Mühlenbesitzer Nitschky in Schönebeck,der Eigenthümer Peter in Zarrenthin, Frau Schulze Schleiffin Schönebeck, Frau Schmiedemeister Lehmann daselbst,Frau Bauer Krehl daselbst. Ihr Pathe Peter, mein lieberBruder im HErrn, der mit mir eines Sinnes war imGlauben und nun längst heimgegangen ist nach langenLeiden zur Herrlichkeit, schrieb ihr folgenden Wunsch zuihrem Tauftage:

O Geist vom Vater und vom Sohne,

Nimm dieses Kindes Herz zum Tempel ein,

Schmück eS mit Deiner Gnadenkronc

Und halt es stets von Schuld und Sünden rein,

Füll es mit Glauben, Lieb und Demuth an,

Daß Dir sein Leben wohl gefallen kann.

Ties das Gebet meines Herzens bei Deiner Tanfe den 10.October 1858 von

Gottfried Peter.

Es war aber dieses Jahr ein gar merkwürdiges, weilman darin den Untergang der Erde erwartete. Es erschiennämlich ein großer Comct, und die Astronomen hatten be-rechnet, daß er der Erde so nahe kommen würde, daß ermit ihr zusammenstoßen würde. Die Zeitungen waren voll