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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
137
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davon und wo man mit Jemanden zusammen kam, wurdedavon gesprochen, und ängstliche Gemüther wußten sichkaum zu fassen. Die Gläubigen hielten sich an die Worteihres Heilandes und beachteten die Sache darnach, dasungläubige Wcltvoll aber war im besten Falle zweifelhaftoder wie immer, es lachte und spottete. Der gefürchteteTag kam und verging wie alle Tage, und das konnte auchnicht anders sein, denn den letzten Tag der Welt hat dieWeisheit Gottes eben darum ins Unsichere gestellt, damitdie Sichern und Frechen wie mit einem Fallstrick überfallenwerden. Es war aber ein herrlicher Comet und einigeTage war er so nahe in unserer Gegend, daß er hellleuchtete und sein Schweif bis tief am Horizont zu sehenwar. Ein köstlicher Anblick!

Merkwürdig war es aber, daß das darauf folgendeJahr 1859 für unsere Hauskasse eine so große Geldklemmebrachte, wie wir sie noch nie gehabt hatten. Ich konntefast das ganze Jahr mein Gehalt nicht bekommen, und wirwußten nicht wo nur etwas hernehmen sollten. Aber dennochhalf uns die Hand unseres treuen Versorgers auch in dieserknappen Zeit. Obwohl uns an zwei Wispel Kartoffeln inder Erde verfault waren und das Brodkorn die Höhe von3^/2 Thaler erreichte wir brauchten doch nicht zu hungern,obwohl wir etwas Schulden machen mußten. Es war dasauch eine Zeit des Segens, wo unser Glaube und Ver-trauen geprüft wnrdc. Und wir wurden darin nicht zuschänden, denn zu Anfang des nächsten Jahres bekamenwir ans den Kassen der Kreisstände der Ostprignitz 100Thaler und eine gleiche Summe vom Landtage der Kur-märkischen Ritterschaft. Außerdem erließ uns auf unsereVerwendung Se. Königl. Hoheit, der damalige Prinz-Regent Wilhelm, der wegen der anhaltenden schwerenKrankheit unseres theucrn, schwergeprüften Königs bis zudessen Tode die Regierung führte, die Stempelsteuer von16 Thaler für das unserm Hause zufallende Vermächtnis;von 200 Thaler aus dem Nachlasse der verstorbenen Stifts-dame Fräulein von Grävcnitz zu Stift Maricuflies.