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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
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unser Mincheu schwer. Doch auch hier half der barm-herzige Herr. Aber bald darauf legte mich der Herr aufsKraukenbett über sechs Wochen lang, wo ich an der Milz-eutzündung litt. Es gelang aber mit Gottes Hülfe denBemühungen unseres Hausarztes Di-. Thiede, mich ohneweitere Folgen davon zu heilen. Doch die Frühjahrs-arbeiten mußten diesmal ohne mich fertig werden. Unddennoch nahmen wir in diesem Jahre noch eine Hauptarbeitin Angriff, nämlich den Neubau einer Scheune.

An Baumaterial hatten wir schon die Steine zumFundament, und etwas Holz wurde uns vom Stifte zuge-sagt. Es war nämlich bei Gelegenheit der Anwesenheitunseres Königs ein Haus im Stifte weggeräumt. Dassollte uns zu gute kommen. Eigentlich sollten wir bloßsieben Stiele haben, als ich aber hinkam erhielten wir soviel, daß wir wohl an zehn Fuhren machen mußten, wobeiich die Bereitwilligkeit unserer Schönebecker Nachbarnrühmen muß, die uns im Winter das Holz herbeischafften.Es fehlte uns aber am Gelde. Wir wandten uns daheran die umliegenden Edelleute und erhielten sowohl Geldals auch 8000 Dachsteine. Das übrige Holz lieferte derZimmermann Seile in Dannenwalde, dem wir das Geldnach und nach abzahlen wollten. Und so bauten wir inGottes Namen das Gebäude mit den nöthigen Stallungenfür das Vieh, wie es heute steht. Vor der Ernte wurdees noch fertig und wir konnten unser Getreide nun selbstunterbringen. Unsere Bauschnlden aber wurden auch bezahlt.

Als wir unsere Scheune fertig und unser Korn ein-geerntet hatten, machte ich zu Ende August und gegen dieHälfte des September 1858 eine Reise nach Minstedt, wodie Lindenhöfer Brüder unsere erste große Brüderconfercnzhielten, die nachher alle drei Jahre wiederkehren sollte. Ichreiste bis Magdeburg, von wo ans ich einen kleinen Ab-stecher nach Königsborn ins dortige Rettnngshaus, woBruder Wedekind stationirt ist, machte. Wir reisten zu-sammen nach Minstedt und ich wohnte nun mit den meistenBrüdern der Jahrcsfestfeier bei. Wir conferirtcn dann in