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Uniform des Garde-Dragoner-Regiments, dessen VorfahrStiftshauptmann gewesen war, die Geistlichkeit, die Lehrermit den Schulkindern mit schwarz-weißen Fahnen, anwelche blaue Bänder gebunden waren, weil Ihre Majestätans dem Königlichen Hanse Baiern stammte. Auch derKönigliche Landrath des Kreises Ostpriegnitz v. Gräoenitzund die Ortsschnlzen aus den Stiftsdörfern waren erschienen.Während sich die Majestäten etwas erholten, füllte sich dieKapelle mit denjenigen Personen, die zugelassen wurden,wobei freilich zu bedauern war, daß man die Lehrer außeracht ließ, so daß dieselben von der Feier gar nichts hatten.Mir ging es nicht besser. Aber eins erlangte ich doch,was ich mir schon so oft gewünscht: ich konnte meinemlieben König und Landesvater in sein so freundlich An-gesicht sehen, da ich dicht in dem vom Volke gebildetenSpalier stand, durch welches Ihre Majestäten von derAbtei nach der Kapelle gingen. Eine Thräne der Freudetrat mir in die Augen, als ich den geliebten Herrn sah,der so freundlich nach rechts und links grüßte, und ichkonnte doch auch mit dem Dichter sprechen:
Mein König hat mich angelacht
lind mir ein Kompliment gemacht.
In der Kapelle wurden die Majestäten von Mitgliederndes Königlichen Domchors mit dem 190. Psalm empfangen,was auch draußen gar lieblich klang. General-SuperintendentHoffmann aus Berlin vollzog die Weihe und wir konntenseine starke Stimme draußen hören. — Nach eingenommenemDiner stiegen die Majestäten in den bereit stehenden Wagenund fuhren unter dem lauten Hurrah der Menge unterVoranritt des Landraths von bannen. Mir war ganzsonderlich zu Muthe. Ich dachte bei mir selbst: ist esschon etwas Großes, in das Angesicht eines irdischen Königszu schauen, wie herrlich und selig muß es sein, das An-gesicht des Königs aller Könige zu schauen und in diesemAnblicke selig zu sein!
Süßes Licht!
Sonne, die durch Wolken bricht!
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