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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
121
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Und das liebe Kreuz kommt dann mehr oder weniger, jenachdem es die Weisheit unseres himmlischen Vaters fürgut findet. Damit wäre nun eigentlich ein allgemeinerUmriß der zwölf Jahre gegeben, bis zu der Zeit, da ichdieses schreibe. Jndeß, wenn ein Wanderer ans seinemWege einen Berg besteigen und eine Umschau, auch wohleinen Rückblick ans die zurückgelegte Strecke Weges thunkann, so erweckt das nicht nur Gefühle des Dankes undder Zufriedenheit, sondern gibt auch neuen Muth weiterzu pilgern, wie und so lange es Gott gefällt, bis zum vor-gesteckten Ziele. Nur von diesem Gesichtspunkte ans fühleich mich bewogen, weitere Aufzeichnungen ans meinemLeben zu machen.

7.

Ein kurzer Rückblick auf 12 Jahre.

Der Winter von 1854 auf 1855, der erst so langeauf sich warten ließ, brachte noch gehörige Kälte und vielSchnee, so daß wir, wegen der zerstörten Schlafkammerunserer Zöglinge, sehnsüchtig nach dem Frühlinge aus-schaneten. Doch hatten wir mehr als die nöthigsten Be-dürfnisse von Freunden des Hanfes bekommen, so daß wirkeinen Mangel hatten und meine liebe Frau eigentlich inein volles Haus gekommen war. Unser trauliches Zusammen-sein wurde nur durch eine Reise unterbrochen, die ich imFebruar 1855 mit meiner Schwiegermutter nach Perlcbergmachen mußte, um daselbst Hundert Thaler, welche meineSchwiegermutter auf einem Hause in Bäk stehen hatte, unddas ihr Schuldner verkaufen wollte, einzukassiren. Wirreisten im Schlitten und nahmen in Rosenhagen Quartierbei unfern« Verwandten, dem Baner Engel. Wir wurdendaselbst mit vieler Zuvorkommenheit und Freundschaft auf-genommen. Ich lernte daselbst auch die liebreiche Familiedes Ortspastors Classcn kennen, bei den« ich zweimal über-nachtete. Sie hielten viel auf meine alte Schwiegermutter,da Lübzow als eine Filiale von Nosenhagen, folglich dieSchule meines verstorbenen Schwiegervaters unter die