Druckschrift 
1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

120 -

Parochie Lübzow als Filiale gehörte. Ihre Pathe warihre Tante Marie Magdalene Koch in Klcinow. IhrenSchnlnntcrricht erhielt sie von ihrem Vater, währenddie Mutter sie streng in allen häuslichen Arbeitenunterwies. Nach ihrer Einsegnung am Palmsonntage1840 zu Rvsenhagen, trat sie in Dienst bei PastorRöstels in Groß-Gvtschow, wo sie von der ungemeinthätigen und geschickten Frau Pastorin viel lernte undzweimal in ihren Dienst trat. Dieselbe gewann sieso lieb, daß sie nur ungern darein willigte, als sieans die Bitte ihres Bruders Friedrich und mit Zu-stimmung ihrer Eltern einige Jahre dessen Hanswesenbis zu seiner Verhcirathung, 1849, führte. Darnachkam sie nach Kvlrcp zu Pastor Gräfe in Dienst,wohin sie ihr in Langnow wohnender Bruder Johanngern haben wollte, um doch einen seiner Angehörigenin seiner Nähe zu haben. In diesem Verhältnisse bliebsie bis zn ihrer Verhcirathung am 27. Decembcr 1854,womit sie als Hausmutter in das Prignitzer Reltungs-hans zu Schönebeck kam.

Mit dem Eintritt in den Ehestand Pflegt oftmals derBach des Lebens enger begrenzt zn fließen. Haus undFamilie nehmen die Gedanken und Kräfte mehr in An-spruch und wohl dem, der in seinein Hanse nnd Kreise derSeinigen mit Zufriedenheit wohnen und wirken kann. Dennes bleibt dabei:

Der eigne HerdIst Goldes Werth;

Ist er gleich arm,

Hält er doch warm.

Aber der Ehestand ist auch ein Wehestand, oon der HandGottes seit dem Fall Adams mit mancherlei Leiden nndTrttbsalen belegt, und nach der Rosenzeit der Flitterwochentritt auch der Ernst des Lebens ein.

Es ist kein Häuslein,

Es hat sein Kreuztcin.