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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
107
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die mir hätten rathen können, waren fern und ich suchteselbst in der Ferne, und selbst unser Jnspector Vogel, dermich um diese Zeit besuchte, glaubte, daß ich schon meineWahl getroffen hätte. Meine zukünftige Lebensgefährtinsollte doch auch für unfern Beruf Passen und in der Prignitz,meinte ich noch zu Pastor Gräfe, der mich einmal in derZeit besuchte, wo ich völlig allein wirtschaftete, würde sichwohl keine Frau für mich finden und fort könnte ich nichtreisen. Der aber meinte, der liebe Gott würde das schonwissen, wie und wo ich eine Frau bekäme. Und der wußtees auch schon lange, und grade aus dem Hanse dessen, dermir das Wort sagte, durste ich sie mir holen.

Eines Tages, es war im Herbste, war ich dort inAngelegenheiten des Hauses.Gehen Sie doch in denGarten, wo ihr Zögling ist, unsere Marie ist auch dort!"sagte mir die liebe Frau Prediger Gräfe, die gewiß ihreAbsichten dabei hatte, denn die Frauen wissen Alles feinanzuspinnen. Ich ging und sprach mit Marie und demKindermädchen, wußte aber nichts und dachte mir auchnichts, und es wurde auch von Predigers nichts gesprochenund ich ging und hatte zu Hanse noch den alten Gedanken.Bis ich ein ander Mal wieder hinkam, wo auch FrauPrediger mit in den Garten kam und mir sagte, wie siegedacht hätte: die Marie könnte wohl für mich passen undwie sie mir gefiele? Sic wäre wohl mit ihr zufriedengewesen, hätte ihr Hauswesen treu verrichtet und ihreKinder mütterlich gepflegt; dazu wäre sie die Tochter einesSchnllehrers und von ihrer Familie wüßte sie nur Gutes.Ihr Bruder, der in Langnow verstorbene Lehrer Koch, wäreallgemein geliebt gewesen und wenn es Gottes Wille wäre,würde sie auch für die armen Kinder im Nettungshauseeine sorgsame, treue Hansmutter werden u. s. w.

Nun freilich, daraus mußte ich einen Fingerzeig Gotteserkennen. Ich wollte es Gott anheimstellen und dem Vor-stande, denn der mußte auch seine Billigung dazu geben.Und wie mir nun das eine und das andere gewiß war, sobeschloß ich in Gottes Namen anzufragen, ob die Marie