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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
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Festungswerke, den altehrwürdigcn Dom und andere Merk-würdigkeiten besah. Am andern Morgen früh brachte michdann das schnaubende Dampfroß weiter durch die herrlicheAltmarkt bis zur ersten Prignitzer Stadt Wittenberge, vonwo ich die Reise über Pcrleberg nach Pritzwalk mit demOmnibus und der Post weiter fortsetzte. In Wittenbergehatte ich Zeit, die eben erst vollendete große Elbbrückc zubesehen und in Perlcberg wurde an dem Thnrme undRathhausc gcbauct. Die ganze Reise hätte mir noch mehrFreude machen können, wenn nicht ein Gedanke sie mirverbittert hätte: ich hatte keine Reisclcgitimation. Dochfragte mich auch Niemand darnach und ich hätte ganz ruhigsein können.

Wunderlich kam's mir in der Prignitz vor, aber dieEintönigkeit lag gewiß mehr in meiner Gcmüthsstimmung.Ich reiste mit ein Paar Pritzwaltcr Frauen, die mich mitsonderbaren Augen ansahen, als ich ihnen ans ihre Frage,wohin ich reise, antwortete: nach dem Schönebeckcr Ncttungs-hause. Sie wußten gar nichts davon, so unbekannt wardie Sache.

In Pritzwalk empfing mich der liebe Bruder Wedekind,Doch kaum hatten wir uns begrüßt, da erschallte Fener-lärm; es brannte bei einem Bäcker, und die Spritzen, dieeben erst von dein benachbarten vom Feuer heimgesuchtenGiesensdorf« kamen, mußten sogleich wieder in Arbeit.Wir konnten uns aber nicht aufhalten und gingen überBnchholz nach Schönebeck. Vor Bnchholz begegnete unsder liebe Pastor Vesser, der mich herzlich begrüßte und imBezug ans meine Ankunft beim Feuer sagte: Der HerrJesus hat gesagt: Ich bin gekommen ein Feuer anzuzündenund was wollte ich lieber, denn es brenuete schon. Dazukonnte ich Amen sagen. Er lud uns zum Abcndbrod undnach 9 Uhr gingen wir weiter und immer weiter, und derWeg wollte kein Ende nehmen.Wir werden bald dasLicht sehen, das Frau Schulz ans Fenster gestellt hat!"sagte mehrmals Bruder Wedekind, aber wie lang währtemir die Zeit. Doch endlich, endlich schimmerte es wie ein