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Herr Nathusius, daß ich als Hausvater in das Daunenwalder Rettungshaus kommen sollte, wo inzwischen BruderWedekind die nöthigen Einrichtungen in dem nenerbautenHause in der Prignitz gemacht hatte. In Folge dessenlöste sich meine Stellung auf dem Lindenhofe von selbst,und ich benutzte noch die wenigen Tage bis zu meinerAbreise nach dort zu einem Besuche in die Heimath, woich mich acht Tage aufhielt zur großen Freude meinerEltern und Geschwister. Meine liebe Schwester Friederikesah ich da zum letzten Male. Sic war indessen zur Jung-frau herangewachsen, starb aber nach einigen Jahren ander Auszehrung.
5.
Von Meinstedt nach Schönebeck.
Kaum nach Meinstedt zurückgekehrt, mußte ich michbeeilen, meine Sachen einzupacken und mich zur Abreisefertig zu macheu. Da der Vorsteher und der Jnspectorinzwischen nach Gnadau abgereist waren, so erhielt ichmeine Abordnung im Betsaale durch den Oberhelfer Can-didaten Richter, der unter Zugrundelegung des 84. Psalmsherzliche Worte des Abschieds mit Hiuwcisung auf meinenunmehrige schwere, aber dvch auch segeusvolle Bestimmungan mich richtete. Abends nahm ich dann Abschied vonAllen, befahl meine liebe dritte Familie und ihren nun-mehrigeil Familicnbrudcr Lemmecke im Gebete dem Herrn,und reiste am 26. April 1854 früh Morgens ab überQuedlinburg und Halberstadt nach Magdeburg, wo ichbei dem lieben Pastor Abel, der aber verreist war, überNacht blieb.
Zweierlei war es, was mir auf dieser Reise neu war:die Eisenbahn, mit welcher ich zum ersten Male fuhr undder Anblick der Festung Magdeburg; und dazu kam nochdas Dritte, die Schifffahrt ans der Elbe, lauter Dinge,die ich wohl im Bilde, aber nicht in Wirklichkeit gesehenhatte. In Magdeburg hatte ich einen Nachmittag Zeit,wo ich mit Pastor Abels ältestem Sohne Theodor mir einige