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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
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und jede Jahreszeit hatte ihre eigenthümlichen Feste, vondenen ich mancherlei erzählen konnte. Im August 1853machten wir eine Reise nach dem Brocken, eine Reise, dieim wahren Sinne des Wortes ans der Vetternstraße ging,denn wir wurden allenthalben freundlich aufgenommen, inJlsenbnrg aber hatten wir Quartier bei der Frau Gräfinzu Stolbcrg. Die ganze Reise machte uns viel Vergnügen,zumal das Wetter so ausgezeichnet wurde, daß wir vomBrockenthurme durch das Fernrohr bis nach unserm Nein-stedt (10 Stunden) sehen konnten.

Ein großes Vergnügen für Alt und Jung war auch dasBaden in der Bode. Ich hätte aber dabei mein Lebeneinbüßen können, wenn Gottes Hand mich nicht errettethätte. Und das ging so zu. Schwimmend und gehendwar das ganze Chor in dem erfrischenden Gewässer derwilden Bode in fröhlicher Stimmung. Die Schwimmerwagten sich auch über die Tiefen am Wehr und auch ichwar dort und schwamm über einer ziemlichen Tiefe, alsein Bruder, der nicht schwimmen konnte, dem Loche zu nahekam, daß ich ihm zurufen mußte, er solle sich nicht zu weitwagen. Meine Warnung kam zu spät; er war schon inder Tiefe. Ich ihm nach, um ihn zu retten. Er inTodesangst klammerte sich auf meinen Rücken und hältbeide Arme fest, so daß ich mich nicht rühren kann. Esentstand ein Ringen und Kämpfen, jeder wollte nach oben,und schließlich hätten wir doch Beide ertrinken müssen, wenndie andern es nicht bemerkt hätten. Noch zu rechter Zeit,denn schon verlor der andere Bruder die Besinnung, kamder rüstige Bruder Niegelmann und machte mich los, sodaß ich heraus kommen konnte, während er den BruderKuntze nach kurzer Zeit, aber schon besinnungslos heraus-brachte, wobei ich ihm schon behülflich sein konnte. Lo're denHerrn, meine Seele, der dein Leben vom Verderben errettet!Ich hatte aber nachher doch gewaltiges Granen vor demWasser und wagte mich sobald nicht wieder über die Tiefen.

Bis zum Charfrcitag 1854 blieb ich in der Stellungals Familienbrnder. An diesem Tage aber eröffnete mir