Wohl ist das Land verrufen, es ruht ans ihm die Acht;
Doch haben schwer gesündigt, die es hinein gebracht,
Denn malerischer wahrlich! es hier schon Mancher fand,Als in manch hochgepries'ncm und bielgerühmtem Land.
Liebliche Dörflcin mit hübschen Kirchen, herrliche Berge,freundliche Thttlcr, hier und da eine alte Schluß- undKlostcrrninc, da und dort eine alte verfallene Warte amWege oder unter grünen Bäumen ein Bildstöckchen mit demBilde der Mutter Gottes oder anderer Heiligen, die Be-wohner sind fast alle katholisch, Alles wechselt mit einanderab und macht solche Reise hier interessant. Wir besuchtenaußer mehreren Dörfern auch die am Donnersbergc gelegeneStadt Heiligenstadt, bei welcher sich ein berühmter Wall-fahrtsort, der Hilfcnsbcrg, und ein Wasserfall, die Scheuche,befindet. Bon Heiligenstadt über Worbis und Blcichervdckamen wir spät Abends wieder nach Hanse. Abgesehen davon,daß mir die ganze Reise nicht einen Groschen kostete, hattesie mir auch das Vergnügen gebracht, mal ein größeresStückchen von Gottes Erde zu sehen.
Das Jahr 1845 hätte fast ganz »»erwartet einenentschiedenen Einfluß ans meinen ganzen Lcbensgang habenkönnen. Pastor Abel, der sich noch immer für mich uiter-cssirte, ließ mich eines Tages zn sich kommen und fragtemich, ob ich Lnst hätte, Lehrer zn werden. Hätte ich mirnun die Sache ruhig überlegen können, wäre ich überhauptin einem anderen Verhältnis; gewesen, worin mir meineMithülfe bei der Arbeit meines Vaters meinerseits wenigernöthig geschienen hätte, ja wären meine Eltern nicht selberganz unbemittelt gewesen, ich hätte wohl Ja gesagt. Aberich sagte ohne vieles Bedenken Nein, weil ich auch dasLehramt für viel zu schwer und wichtig hielt, als daß ichsolcher Lebensaufgabe gewachsen wäre. Meine Eltern ver-hielten sich bei der Sache Passiv, aber Pastor Abel wardarüber verstimmt, denn er hatte sich, wie ich nachhererfuhr, meinetwegen viele Mühe gegeben. Er hatte unterseinen Freunden einen Beitrag zu meiner Unterbringungin eine Präparandenanstalt vermittelt, der sich jährlich auf