wohin er durch den Kriegsknccht, welcher ihn unterm Kreuzegewann, gekommen sein sollte, und gegen welche aber-gläubische Behauptung und Götzendiener« ein katholischerPriester, Johannes Rvnge, öffentlich austrat, sich von derkatholischen Kirche lossagte und die Seele der Deutsch-katholiken gründete, die hernach den Grund zur Lichlfrcnnd-schast in der evangelischen Kirche legten, machte ich alsReisebegleiter eines Herrn Lange in Nvrdhanscn eine Reisein das Eichsfeld und einen angrenzenden Theil des Knr-sürstenlhums Hessen. Dies war meine erste größere Reise,die höchst interessant für mich war.
Wir fuhren in dem eigenen Gespann des Herrn Lange,einem Einspänner, der ziemlich bequem war. Unsere Reise,in Geschäftssachen des Herrn Lange, führte uns nach dervon mir schon früher besuchten Fürstlich SchwarzbnrgischcnResidenzstadt Sondcrshausen mit seinem herrlich gelegenenSchlosse, wo wir kurze Zeit verweilten. Von da ging esüber die Schmücke, einem Gebirgszuge, nach den StädtchenGreußen und Tennstädt über Groß Vargnla, und inLangensalza blieben wir über Nacht. Von Langensalzaführte unser Weg nach Mühlhausen, Treffurt mit seinemhochgelegenen Nordmannstei», einer alten Bergvestc, undEschwege, einem hessischen Landstädtchen, am Fuße desprächtigen Meißner, dem höchsten Punkte der hessischenGebirge. Dann fuhren wir die Werra entlang durch dashessische Städtchen Allendorf, wo ich zum ersten Male einSalzgradirwerk sah, nach Bornhagen, wo wir einen ganzenTag verweilten und das alte Stammschloß des Herrn vonHanstein besuchten, von dessen hochgelegener Warte manganz deutlich das alte Göttingen mit seinen drei Gleichenund eine weite Ansicht überblickte.
Nun waren wir im Eichsfelde, dem schwer ver-rufenen, überall bekannten Landstriche. Aber es gingmir, wie so manchen andern, die bloß vom Hörensagenurtheilen, ich mußte vollkommen einstimmen, was CarlDuval in seiner Geschichte und Beschreibung des Eichs-feldes sagt: