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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
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Ruitsch, der ihn auch getauft hatte. Nach seiner Einsegnunghalf er dann meinem Großvater bei der Gärtnerei, bis imHerbste desselben Jahres mein Großvater mit seinerFamilie nach Nordhausen zog. Zwei Jahre wohnte ernoch bei seinen Eltern in dem Gartenhause des QuatnorvirAhrcns, dann wurde er von dem Senator Feist in Dienstgenommen, einen einzeln stehenden Herrn, bei dem er vierJahre blieb. Er hatte es bei demselben sehr gut undkonnte seine Eltern mit seinem Verdienste in etwas unter-stützen, zumal mein Großvater damals auch nur geringeEinnahmen hatte und meine Großmutter selbst bettlägerigkrank war, denn sie litt an der Auszehrung. Was meinVater nur irgend erübrigen konnte, brachte er der krankenMutter, so daß er oft selber, wie er mir nachher erzählte,mit zerrissenen Stiefeln ging und sich seine übrige Kleidungvon kleinen Geschenken anschaffte, die er von seinem Herrnoder von gelegentlichen Besuchen erhielt. Nur höchst ungernentließ ihn sein Herr, denn er hatte ihn lieb gewonnen, alser nach dem Willen seines Baters zum Senator Eulhardtziehen wollte. Thränen standen dem alten Manne in denAugen, als ich gehen wollte, erzählte mein Vater, ercrmahnte mich ehrlich und treu zu bleiben, und ich konntemich des Weinens auch nicht erhalten und dankte ihm herz-lich, denn er hatte es wirklich als ein Vater mit mirgemeint. Da er bald darauf starb, so war es mir herzlichleid, daß ich nicht länger bei ihm geblieben war; er hättemir gewiß noch etwas in seinem Testamente vermacht, denner hatte keine Kinder und ich hätte es gut gebrauchenkönnen; denn meine Mutter holte meinen Lohn oft schon,ehe die Zeit um war.

Bei seinem Abgange vom Senator Feist ertheilte ihmderselbe folgendes Attest:

Vorzeiger dieses, Friedrich Eckart von hier, hatbei mir bis dato vier Jahre als Bedienter imDienste gestanden. Derselbe hat sich in diesenJahren getreu, fleißig und gehorsam aufgeführt,worüber demselben zu seinem wcitcrn Fort-

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