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sein Pathe war, in Unterricht nahm. Da die Ortsschuleeine sehr gehobene war und mein Vater gute Anlagen zumLernen hatte, auch Lehrer und Prediger sich viel Mühemit den Kindern gaben, so erwarb er sich gute Schul--kenntnisse und zeichnete sich durch sein Betragen und seinenFleiß so ans, daß er bei mehreren Schulprüfungcn öffent-lich belobt und mit Prämien und Büchern beschenkt wurde.So bekam er einmal einen Katechismus, ein andermal einEpistel- und Evangelienbuch von seinem Prediger. — Aberauch außer der Schule war er ein fleißiger und hurtigerJunge, der nicht bloß im Hause mit zufaßte — denn meinGroßvater konnte es nicht mit ansehen, wenn seine Kindermüssig gingen und Pflegte zu sagen: Müssiggaug ist allerLaster Anfang und des Teufels Ruhebank, — sondern auchfröhlich mit seinen Spielkameraden sich tummelte. ImSommer bestieg er die herrlichen Berge, die das Behrthal,worinncn Ilfeld liegt, umgeben und suchte Erdbeeren, dieer an die Studenten verkaufte und sich damit manchenGroschen verdiente; oder er fing auch manchmal ein GerichtFische, die er der Mutter brachte, die eine leckere Mahlzeitdaraus bereitete. Im Winter aber half er dem VaterStrohdeckcn zum Bedecken der Mistbeete machen und ver-gnügte sich am Schlittenfahren. Vor dem Flecken liegt derJlbcrg mit den Ruinen der alten Jlburg von dem Hoheu-steinschen Grafen Eilger I., welcher 1160 starb, erbauet,der auch mit seinem Bruder Eilger II. das Kloster Ilfeldgründete. Da hinauf auf den Jlbcrg zog im Winter dieJugend des Ortes mit Schlitten und fuhr jubelnd denWeg hinunter, den in frühern Zeiten die strengen undehrenvesten Herren und Gebieter betraten, um in der Stifts-kirche die Messe zu hören Die alten Grafen sind längstdahin, nun tummelt sich eine fröhliche Kinderschaar aufihrem Wohnsitze umher und bald sind auch sie eine Beutedes Todes: die Zeiten eilen mit schnellem Fluge, und amschnellsten vergeht die Zeit der Jugend!
Am 28. März 1811 wurde mein Vater eingesegnetvon seinem alten, ehrwürdigen Lehrer und Beichtvater