sah, so war die Täuschung um so größer. Er war mittendurch den Kopf getroffen und sogleich tvdt. Man kann sichden Schrecken und das Entsetzen, den Jammer nud dieThräucn denken, die dieses Unglück in die beiden Familienbrachte. Am unglücklichsten aber war der unglückliche Jäger,der keine Ruhe finden konnte. Die Sache wurde gerichtlichuntersucht, jedoch wurde Schellhoß, der sich von allemVerdachte reinigen mußte, da weiter keine Zeugen dawaren, freigesprochen. Ich kam gerade zu dieser Zeit nachMinstedt.
Der dritte Sohn war Johann Schellhoß. Er kamebenfalls nach Nvrdhausen und vcrhcirathcte sich mit einergeborenen Schäfer, die ihm so viel Vermögen zubrachte,daß er eine Mühle pachten konnte. Diese seine erste Fraustarb und hinterließ ihm vier Kinder, zwei Knaben undzwei Mädchen. Der jüngste Sohn Friedrich lernte dasZimmcrmannshandwerk und half seinem Vater, dessen Lieb-ling er war, bei der Müllerei. Einige Zeit arbeitete erin dem benachbarten Gondershausen, wo er beim Bau einesgroßen Hauses vom Gerüst stürzte und kurze Zeit daraufstarb, ticfbetranert von seinen Angehörigen. — Karl, derältere Sohn, wurde Müller und heirathete die Tochter desSchenkwirths Ohse in Nordhausen.
Schellhoß mußte die Pachtung der Mühle aufgebenaus Gründen, die mir unbekannt sind, und kaufte sich vordem Biclenthore ein Hans, wo er sich zum zweiten Malemit meiner Tante vcrhcirathcte im Jahre 1831. Erarbeitetenun als Müller in verschiedenen Stadtmühlcn. VierzehnJahre führten sie ihre Ehe, während welcher Zeit ihnensechs Kinder geboren wurden:
1, Robert, welcher später die Müllerei lernte;
2, Hermann, lernte ebenfalls Müller;
3, Albert, lernte auch Müller;
4, Moritz, starb, einige Jahre alt;
5, Emilie, ist an einen Eisenbahnbeamten in Magdeburgvcrheirathct;
6, Mathilde.