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Nach der Geburt ihres siebenten Kindes starb dieMutter in Folge schwerer Entbindung am 3. Februar1845, Abends nach 10 Uhr; ein harter Schlag für denschwer gebeugten Vater, ein unersetzlicher Verlust für dieKinder! Sie wurde noch auf dein alten FrauenbergcrKirchhofe begraben und nahm ihr inzwischen auch gestorbenesneugeborenes Kindlein mit ins Grab.
Der Vater, um öfters nach seinen Kindern sehen zukönnen, ergriff nun das Geschäft eines Getreidehändlers.Deshalb verkaufte er auch sein Hans vor dem Bielenthore,nw wenig Verkehr war und zog nach dem Grimmel, woer sich ankaufte. Seine Tochter Emilie führte einige Zeitdie Wirthschaft. Da dies aber doch nicht auf die Längegehen konnte, auch die meisten Kinder noch der mütterlichenPflege bedurften, so entschloß sich Schcllhoß zu einer drittenEhe, die aber leider nicht glücklich zu nennen war. Dieneue Mutter verstand es nicht, die etwas verwildertenKinder heranzuziehen; auch fehlte ihr ein verträglicher Sinngegen ihren Mann, daher entstand öfter Zank und Streit,so daß es sogar bis zur Ehescheidung kommen sollte, wasjedoch unterblieben ist. Aber zu einem rechten Einver-ständnis; ist es nie gekommen. Zum Glück wurden dieKnaben bald eingesegnet und kamen ans dem Hause.Emilie ging in Dienst, so daß nur die kleine Mathildenoch zu Hanse war. — Ich habe nachher nichts weitervvn ihnen erfahren, als daß Schellhoß im Jahre 1856gestorben ist. Ich habe hier nur einen kleinen Umrißseines Lebens gegeben; aber gewiß ist, was er einmal inGegenwart meines Vaters äußerte: „Wenn ich meineLcbcnsgeschichte aufschreiben könnte, es würde ein dickesBuch werden!" Aber er ertrug Alles, auch das Schwerste,mit einer Ruhe, Geduld und Ergebenheit, die ich, obwohlich damals noch sehr unerfahren war, bewundert habe.