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Da er cm außerordentlich gutes Gedächtuiß hatte, so u>arer auch ein gewandter Erzähler und manche dieser Nach-richten, besonders aus früherer Zeit, rühren von ihm her.Man hörte ihn dennoch gern und hatte ihn gern in Gesell-schaft. In seinen Geschäften war er äußerst accurat undpünktlich und arbeitete mit unermüdlichem Flciße. Er hättees weiter bringen können, aber sein knrzköpfiges Wesenkonnte die Umstände, Zeit und Gelegenheit nicht abwarten.Er meinte, das müßte von selbst kommen, darum bemühteer sich nicht viel darum. Aber die Zeiten waren andersgeworden, darum äußerte er auch oft: Ich passe mich nichtmehr für diese Zeit! Er meinte damit, daß wahre Talenteselten Anerkennung fänden, wer nur recht heucheln undschmeicheln könne, sei angesehen und beliebt, und darinhatte er auch auf seine Weise recht, denn er war ein grund-ehrlicher deutscher Charakter.
Er war ein starkgebauter Mann von 5^/z Fuß Höhe,kräftig und gewandt und gesund bis in sein Alter. Erkleidete sich nach dem damaligen Zeitalter und nach seinemStande. Ein kurzer Rock von grüner Farbe, kurze wild-lederne Beinkleider, lange weiße Strümpfe und Schuhe mitSchnallen, auf dem Kopfe den Dreimaster, wobei natürlichder unvermeidliche lange Zopf nicht fehlen durfte, welcheletztere beiden er aber später mit dem hohen runden Filz-hute und kurzen Haar vertauschte. Statt der Schuhe truger später lange Stiefeln. Meine früheste Jugend fiel indie letzten Jahre seines Lebens und ich kann mich seinernoch wohl erinnern, bin auch ans Furcht vor seiner ge-waltigen Stimme manchmal in Winkel gekrochen, aber erhatte mich dennoch lieb und schenkte mir zu meinem viertenGeburtstage die erste Schiefertafel und eine Bilderfibel,woraus mich mein Vater die Buchstaben lehrte. Ich habeihn doch lieb gehabt, wenn er auch nicht sehr freundlichwar, und mein herzlicher Wunsch beim Schlüsse der Ab-fassung seines Lebensbildes ist: Gott Hab' ihn selig!
Durch Gottes Gnade war er der Einzige, der diesenZweig des Geschlechts Eckart fortpflanzen sollte, und er sah