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aber für sich zog. Nüstig arbeitete er noch manches Jahrmit meinem Vater und als derselbe im Jahre 1829 alsLäutcr eine Wohnung in der St. Jacobikirche erhielt, zogauch er in diese Gegend und war oft bei uns, so daß ichmich seiner, da ich damals schon an fünf Jahre alt war,noch wohl erinnern kann. Er war damals noch, obwohlhoch in den sechziger Jahren, ein starker, kräftiger Mann.Bis 14 Tage vor seinem Tode arbeitete er noch wie immer,dann aber suhlte er eine starke Müdigkeit in den Beinen,welches für ihn bedeutungsvoll sein mußte, denn er warnie krank gewesen, so daß er sich ins Bett legen mußte.Während dieser Zeit habe ich ihm alle Tage das Mittag-essen Hingelragen und er freute sich jedes Mal, wenn ichkam. Nur sehr einfach sah es in seinem kleinen Stäbchenaus, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl und eine Bank bildetenseinen ganzen Hausrath. Aber über dem Bette hing nochals ein Andenken vergangener Zeiten das schon längst nichtmehr gebrauchte alte Jagdgewehr und auf der Bank lageneinige alte Erbauungsbücher und Schriften über denGartenbau und auch eine Erinnerung aus den Tagen seinerJugend: das ihm von seinem ersten Beichtvater geschenkteBeichtbuch. Ein kleines in Leder gebundenes Gebetbüchleinaber hätte ich damals gern von ihm gehabt, wiewohl ichnoch kein Wort lesen konnte; aber er wollte es mir nichtgeben.
Früher wohl, als er gedacht, kam seines Lebens Endeherbei. Auf seinen Wunsch kamen seine Kinder an seinSterbelager. Ans seinem schon die Spuren des Todestragenden Antlitze lag eine stille Freude, seine Kinder nocheinmal bei sich zu sehen; aber reden konnte er nicht mehr.Da kehrte er sich mit dem Gesichte zur Wand und waralsbald entschlafen, so still, daß sie es kaum merkten. Erstarb Anfangs März 1834 und ruhet ans dem neuen Neu-städter Friedhofe, nachdem er sein Leben bis auf 70 Jahregebracht. Ein einfacher Rosenstock bezeichnete noch langeseinen nun längst eingefallenen Grabhügel, unter welchemsein Leib ruhet. Nur gering war die Erbschaft, die er