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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
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sehr unväterlich mit einer geringen Geldentschädignng ab.Von den Vorwürfen seiner Kinder und seines Gewissensgequält, wollte er das Testament abändern lassen, aber dieSprache versagte ihm den Dienst und er starb eines qual-vollen Todes. Sein Sohn war nicht an Sparsamkeit ge-wöhnt nnd führte ein lockeres Leben, machte viele Schulden,so daß die Mühle bald verkauft werden mußte. Er nahmden Ueberrest seines Vermögens und trat als Soldat erstin französische, bald aber in englische Dienste. Nachbeendigtem Kriege, er hat die meisten Schlachten derenglisch-hannoverschen Armee bis bei Waterloo mitgemacht,bekam er eine Anstellung als Gefangenaufseher in derFestung Hameln. Von seinen später» Lebensverhältnissenist mir nichts bekannt. Nur einmal noch ist er in Ilfeldgewesen und hat meinen Großvater besucht. Da war esaber schon ganz anders mit ihm. Früher hatte er immernur die Speisen gegessen, die nach seinem Geschmack waren;jetzt war ihm jede, auch die geringste Speise recht. Alser meine Großeltern besuchte, aßen sie grade Mittagbrodund zwar eine Speise, die er früher gar nicht angesehenhatte. Ja, Vetter, sagte mein Großvater zu ihm, wirkönnen Dich wohl nicht nöthigen zu nnserm Mittagstische,die Kost wird Dir wohl nicht schmecken. Ach, Vetter,sagte er, ich habe Alles essen lernen und hätte mit beidenHänden zugefaßt, wenn ich so manchmal bei Regen nndKälte und nach den beschwerlichen Märschen und nachheißem Gefechte nur das Geringste von dem gehabt hätte,was ich früher gar nicht achtete. Es war ihm gegangen,wie dem verlorenen Sohne im Evangelio.

Außer diesem Bruder hatte meine Großmutter nochfünf Geschwister, nämlich:

1.

Die Ehefrau des Schneidermeisters Karl August Viebcck.

Sie wohnte zu Neustadt unterm Hohenstein, also garnicht weit von Ilfeld, daher sie auch fast jede Woche zumeiner Großmutter kam und ost mehrere Tage dort ver-