weilte, wenn meine Großmutter ihrer Hülfe bedurfte.Viebeck war meines Vaters Pathe; sie selbst hatten keineKinder. In ihrem kleinen Häuschen, das sie in Neustadtbesaßen, lebten sie friedlich bei einander. LangwierigeKrankheiten machten sie der Pflege und Aufwartung fremderMenschen bedürftig, da ihre Geschwister in Nordhansenwohnten. Nach ihrem Tode wurde ihr kleines Besitzthnmverkauft, um damit die Schulden zu decken, da sie selbstkein Baarvermögcn weiter hatten. Sie sind in Neustadtgestorben und begraben.
2.
Die Ehefrau des Gctrcidcmiiklcrs Martin
Martins wohnten in der St. Blasiigemeinde zn Nord-hansen. Er beschäftigte sich mit dem Verkauf des Getreides,das die Bauern nach Nordhausen brachten. Von ihrenbeiderseitigen Lebensumständen weiß ich nichts zu berichten.Sie liegen auf dem dortigen Spendekirchhof begraben. Siehinterließen zwei Kinder, a) den nachherigen Schuhmacher-meister Gottfried Hampe zu Nordhausen, außerehelich ge-boren, b) und den nachherigcn Tischlermeister Martin znErfurt. Ersterer hatte seinerzeit eine tüchtige Werkstätteund beschäftigte mehrere Gesellen. Von seinen Söhnenhaben die meisten des Vaters Handwerk gelernt. Letztererlernte in Nordhansen die Tischlerei und ging dann nachErfurt, wo er Arbeit fand und die einzige Tochter seinesMeisters heirathete, wodurch er in den Besitz einer gutenWerkstätte kam und durch Geschicklichkeit und Fleiß einerder ersten Tischlermeister in Erfurt wurde.
3.
Die Ehefrau des Kutschers und Bedienten Vancrsfcldzu Nordhansen.
Sie wohnten im Altendorfe, wo sie auch gestorben istund zwar früher als ihr Mann, der ihr erst 1846 imTode folgte. Sie hinterließen vier Kinder, a) den Schuh-machermeister und nachherigen Lohnbedienten Gottlob