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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
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14. October war die unglückliche Doppelschlacht bei Jenaund Anerstädt geschlagen. Die Franzosen hatten gesiegtund Preußens Heer war ans der Flucht (PreußischeNetirade). Fluchtige preußische Heerestheile unter demFürsten von Hohenlohe, verfolgt von den Franzosen unterNey, Soult u. a. suchten durch den Harz nach Lübeck zuentkommen. Die Franzosen plünderten überall, wo sie hin-kamen. Der 17., 18. und 19. October 1896 waren Tageder Angst und des Schreckens, wo die drei Corps Fran-zosen unter Sonlt, Ney und Mnrat Nordhanscn nach kurzerGegenwehr der Preußen einnahmen und vom 17. OctoberNachmittags 3ffg Uhr bis zum 19. Morgens 11 Uhranhaltend plünderten und die empörendsten Gewaltthätig-keitcn verübten. Nur das umsichtige, energische und männ-liche Benehmen des damaligen Bürgermeisters Grünhagenrettete die Stadt vom gänzlichen Verderben. - VonNordhausen war die Schreckensnachricht bald nach Ilfeldgekommen. Hier galt kein langes Besinnen, man mußtesich entweder in die Wuth eines erbitterten Feindes ergeben,und wer wollte das? oder in die Berge fliehen und retten,was zu retten war. Schon waren einzelne Flüchtlingedurch den Ort gekommen und brachten die Kunde, daß derFeind hier durchkommen würde, da schafften die meistenBewohner Ilfelds ihre nöthigsten Sachen in Koffer gepacktin den Wald und gruben sie in die Erde. Und als fernherder dumpfe Donner der Geschütze sich hören ließ, da eiltensie selbst auf die unwegsamen Berge und Klippen, vollFurcht und Wartens der Dinge, die da kamen.

Auch mein Großvater mit seiner Familie machte sichauf. Die Mutter war erst am 22. Mai von einer Tochterentbunden; der älteste Sohn war damals 9, der jüngste3 und die älteste Tochter 7 Jahre alt und zwei Kinderwaren inzwischen gestorben. Vierzehn Tage der Angst unddes Elends verlebten sie in den Waldungen und warenkeinen Tag vor feindlichem Ucberfall sicher. Ohne Obdach,allen Stürmen und Regen der schon rauhen Jahreszeitpreisgegeben, kaum so viel Speise, um den Hunger zu