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stillen, lagen die Geflüchteten in ihrem Versteck, zitterndvb der Gefahr, die so nahe an ihnen vorüberzog. AchtTage lang hörten sie den Kanonendonner und das Getümmelder flüchtenden Preußen und der verfolgenden Franzosen.Ihr Lager hatte sich den Späherblicken der Feinde ent-zogen, sie wurden nicht von ihnen beunruhigt. Aber Mangelan Lebensmittel trat ein, dazu bewölkte sich der Himmelund es regnete oft so heftig, daß das Wasser unter ihremLager hinfloß, worauf sie die Nacht zubrachten, und amMorgen war Alles durchnäßt. Feuer durften sie nichtanmachen, um den Feinden ihren Aufenthalt dadurch nichtzu verrathen. Ihre Lage wurde mit jedem Tage elenderund auf längere Dauer wohl unerträglich.
Noch wußten sie nicht, ob der Durchmarsch der feind-lichen Truppen zu Ende war. Aber der immer mehreintretende Mangel an Nahrungsmitteln zwang die Männer,die Gegend zu durchforschen, ob sie nicht vielleicht einStück Wild schießen könnten, damit doch in Etwas derRoth abgeholfen werden könnte. Da, nicht weit von ihnenim Gebüsch, gewahren sie ein Geräusch. Mein Großvaterglaubt, ein Reh kommt heraus und legt schon das Gewehran und zielt nach der Gegend hin. Wie groß war aberfem Erschrecken, als Soldaten aus dem Gebüsch kommen;aber zum Glück sind es keine Feinde, sondern Brann-schweigische Feldjäger, die auf der Flucht sich verirrt habenund nach dem rechten Wege fragen. „Hätten sie sich einigeAugenblicke später gezeigt, sagte ihnen mein Großvater, sowäre einer von ihnen des Todes gewesen; aber Gott seiDank, daß es so gekommen ist!" Und nun begleitete ersie eine Strecke und zeigte ihnen wie sie gehen müßten,und gleichzeitig erfuhr er, daß nun wohl alle Truppenvorbei gezogen wären, da sie selbst Nachzügler seien. Dawagten sie es endlich, ihre Wohnungen wieder zu betreten.Freilich war es ein jämmerlicher Anblick, als sie wiedereinzogen. Alles hatten die Feinde zerstört und zerschlagenund was sie irgend gebrauchen konnten, mit fortgeschleppt.Rathlos standen sie da. Sie suchten sich so viel als