erster Stistsbeamter im Kloster Ilfeld übernommen, wozuauch die mit dieser Stelle verbundene Amtshanshaltnng,die er in Pocht hatte, gehörte. Da nun dem Amte da-mals ein tüchtiger Gärtner fehlte, so berief er meinenGroßvater als Amtsgärtner dorthin. Vielen Einfluß zurAnnahme dieser Stelle aber hatte die Tochter des dortigenOclmühlenbesitzcrs Hampc, die im Hause des SccrctärRiemann als Wirthschaftcrin war und nachher meinesGroßvaters Frau wurde.
VIII.
In Ilfeld.
Der Marktflecken Ilfeld liegt an der Behre in derehemaligen Grafschaft Hohenstein und gehört jetzt zumKönigreich Hannover. Das ehemalige Prämoustratcnser-Kloster ist jetzt in ein Pädagogium umgewandelt, zuwelchem schon der erste evangelische Abt Thomas Stangeden Grund legte. Das Amt mit den dazu gehörigenGarten und Ländcreien wird von einem Amtmann, dendie Negierung anstellt, verwaltet. Damals, als meinGroßvater die Amtsgärtnerei übernahm, verwaltete dieseStelle der schon genannte Oberamtmann Lieder.
Die Bedingungen, unter denen mein Großvater dieseStelle annehmen konnte, wurden ihm zugeschickt. Da dasOriginal derselben sich unter meines Vaters Papieren fand,so gebe ich auch hiervon eine Abschrift:
Bedingungen des Gärtners, wenn er beköstigt wird:1, Kost wie die Nebcntischer und täglich 1 KanneBier. 2, Lohn jährlich 20 Thaler. 3, Alle 2Jahre grüne Montirung am Rock, Weste undBeinkleid, oder dafür jährlich 7 Thaler Geld.4, Nothdürstige Feuerung. 5, Was von Sämereienund Pflanzen verkauft wird vom Thaler 2 Ggr.
Hingegen wenn er auf Deputat gesetzt wird: