Druckschrift 
1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

WWWWWR

- 20

im Glauben ergreife und 5) den ernstlichen Vvrsatzeines heiligen Lebens gefasset habe und alsdannesse er von diesem Brote und trinke von demKelche des Herrn ?c.

Hieran erinnere sich Andreas Gottfried Eckartbei jedesmaligem Genuße des heiligen Abendmahls,und zum Wachsthum in der Gottseligkeit lasse derHerr den fleißigen Gebrauch dieses schonen Buchsauch mit gesegnet sein, das ihm bei dem erstenGenüsse des heiligen Abendmahls von seinemersten Beichtvater, L. D. (salvo tiwlo) HerrnNsg'istei- Johann Heinrich Christian Hüxeckeii,Instar zu Lt. ckaoobi, geschenkt wurde.

Auf Verlangen und mit Anwünschung allesgöttlichen Segens und Gnade schrieb diesesNordhausen, Joh. Christoph Heft

am 21. März 1777. Aeditnus St. Jacobi.

Ich habe dieses Bnch selbst in Händen gehabt undmir die eingeschriebenen Worte abgeschrieben. Dasselbewar nebst mehreren andern alten Erbaunngsbüchern inBesitz meines Vaters gekommen.

Nach seiner Einsegnung kam Gottfried zum Kunst-gärtner Schräder in die Lehre, bei welchem er die Gärtnereiin allen ihren Zweigen gründlich und tüchtig lernte. SeinLehrmeister hatte vor, ihn nach beendeter Lehrzeit in einemfürstlichen Garten weiter ausbilden zu lassen, aber derselbestarb bald nachdem Gottfried seine Lehrzeit beendet hatte.

Einige Jahre nachher lernte ihn der damalige Secretär,nachherige Syndicns Riemann durch besondere Empfehlungkennen und nahm ihn als Gärtner und Bedienten in Dienst.Er erwarb sich hier seines Herrn Zutrauen in so hohemGrade, daß ihn derselbe nur höchst ungern entließ, nach-dem er acht Jahre, von 1786 bis 1794, in seinem Dienstegewesen war. Manche vortheilhafte Anerbietnngen VonSeiten anderer Herrschaften schlug er aus; nicht aber denAntrag, der ihm von Seiten des Oberamtmanns Lieder inIlfeld gemacht wurde. Lieder hatte damals die Stelle als

lMU