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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
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selben Vorgang zur Bekehrung und Taufe ging ein großerTheil des Harndenstammes zum Christenthum über undKönig Karl suchte mit großer Güte und Geduld die Sachsenzu gewinne», so daß sich vom Jahre 780 die Gründungder christlichen Kirche im Norden des Harzes datiren läßt.

Aber es kam noch mancher Sturm der Anfechtungvon heidnischer Seite, ehe das Christcnthnm fest wurzelteund mancher Abfall erfolgte, doch gab es auch Einzelne,die Stand hielten.

Unter Bischof Hildegrin von Halberstadt breitete sichdie Mission der Hersfeldcr Brüder immer weiter ans, wieauch die des Bischofs selbst. Derselbe hat bis 827, woer starb, außer der Kirche zu Halberstadt noch 35 Dorf-kirchen gegründet.

Der südöstliche Theil des Harzes gehörte bis 823 zumerzbischöflichen Sprengel von Mainz und von dort auswurden auch in diese Gegenden Missionare gesandt. Frei-lich zeigte ein Aufstand der Laien, 842, daß das Heiden-thnm doch noch tief in den untern Schichten des Volkswurzele, das sich nur äußerlich den Verhältnissen gefügthatte. Aber nach und nach baute der HErr seine Kircheauch in diesem Lande und ließ sie wachsen und gedeihen,obwohl das Heidenthum noch lange durch des TeufelsList und Trügerei auch im Finster» sein Wesen trieb.Unter Herzog Lintolf, welcher 874 starb, war im Gebirgedas Christenthum herrschend. Aber auch selbst noch imJahre l462, wie aus einem Schreiben des BischofsGebhard von Halberstadt hervorgeht, brachte man zuSchochwitz im Mansfeldischen öffentlich Götzenopfer.Die Götzen bleiben gern, und Melanchthvn sagte zu Luther:Ihr Harzer habt harte Köpfe!"

So ist das Evangelium zu unfern Vätern gekommenund sie haben Jahrhunderte hindurch dem Glauben derrömischen Kirche angehangen, bis Gott der HErr aus denHärzern selbst den Mann erweckte, der die durch päpstlicheSatzungen und Irrlehren verderbte Kirche reformiren sollteund das reine Wort Gottes auch seinen lieben Landsleuten