aber ihr ehrlich Brot. Kümmerlich hat es Wohl zu Zeitenauch gegangen, aber Gottes treue Vatcrhand hat immerwieder geholfen durch alle Rothe und Leiden. Möchtedarum St. Pauli Wort, l Timoth. 6, 6—8, immer mehrzufrieden stellen und von uns beherzigt werden:
Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lassetihm genügen. Denn wir haben nichts in die Welt ge-bracht ; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinaus-bringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben» solasset uns begnügen.
III.
Vom Glaubensbekenntnisse unserer Väter.
Unsere Väter nach dem Fleisch waren Heiden bis zuder Zeit, da Gottes Erbarmung und Gnade seine Botenin unser Deutschland sandte und das thenerwerthe Evan-gelium von der Erlösung der Mensche» durch seinen liebenSohn verkündigen ließ. Dies geschähe im achten undneunten Jahrhundert n. Chr. Geb. Schon 200 Jahre vordieser Zeit war der Harz im Besitz der alten Sachsen. Vorihnen waren die vom Süden herandringcnden ThüringerHerren des Landes gewesen; ihr Reich siel aber als Opferfränkischer Erobcrungslnst 527 in der Schlacht vonScheidungen an der Unstrnt. Die Sachsen, vom Franken-könige Dietrich gegen die Thüringer zu Hülfe gerufen,erhielten den im Norden der Unstrnt und Helme gelegenenTheil des Thüringer Reiches und damit auch den Harzals Siegespreis. Es thcilten sich aber diese sogenanntenSachsen in verschiedene Stämme: Engern, Haruden,Schwaben, Hosingen und Friesen. Die mächtigsten unterihnen waren die Engern, ans denen deutsche Könige undrömische Kaiser hervorgingen. Ihre Nachbarn waren dieHaruden, früher in dem jetzigen Schleswig ansässig, dannam ganzen nordöstlichen AbHange des Ober- und Unter-