werden, damit die von Tympling mit der Schaaftrift in der Brache nicht ge-hindert, die Bürger und Einwohner auch sich keines Schadens mit den Ab-fressen zu befahren haben möchten.
Dieweil nun dieser bepden Punkte halber nf vorher angedeutete maaßdie Parteien gütlich entschieden, so haben so viel den dritten Punkt anbe-langend selbsten vor sich beiderseits bewilliget, daß sie sich disfalls den Landes-gebranch gemäß verhalten und vor Bartholomen keine Stoppeln falzen oderumreißen lassen sollten und wollen, seynd also uf beydcn Theilcn der strittigenPunkte halben zu Grund mit einander verglichen und entschieden sonder Gefährde,
Dessen zu wahrer Urkund, auch um steter, fester und unverbrüchlicherHaltung willen, haben Hans (Oswald von Tympling, wie auch hcrnacher mitNamen verzeichnete, als Hans Gehrig und Hans Schrott, bepde regierendeBürgernieister, Matthias Bleidenbach, Hans Matthes, Lorenz Franke, HansGröschner, Hans Ausiger, Hans Eahle und Hans Weisewegen, eines ehrbarenRaths, ingleichen Görge Hartmann, Hans vigs, Michael Gröschner und Nico!Streicher, die viertelsmeistere wegen gemeiner Bürgerschaft, dann Hans Diener,Nico! Lachscheller, Hans Eschner und Hans Ulrich, wegen der Gemeinde imDorfe, und endlichen Bastian Bern, Glorias Harz, Hans Harz, Brosius Bornund Caspar Denstedt, wegen der Gemeinde zu Bergsulza, solchen allen nach-zukommen mit Handdarreichung angelobet, und weil die dreyen Gemeindenschriftliche Vollmacht nicht sürzulegen gehabt, Ountionsm ratiüeatliouie zugleichmit prusLbirst, und ist solches darauf in zwcen gleichlautende Receß verfasset,und jeden Theil einer unter unser derer verordneten Connnissarien vorgedrncktengewöhnlichen Petschaft und eigener Handschrift behandct und zngostellet worden^etum Sulza auf den Rathhause den sten Monatstag July nach Christi Ge-burt in Ein Tausend Sechshundert und siebcnzehn Jahren.
36. Receß zwischen Herzog Wilhelm IV. von Weimar und HansOswald II. von Tümpling auf Berg- und Btadt-Lulza (7H).
Handschrift: Geh. Haupt- und Staatsarchiv Weimar, Lchnsakten überdas Rittergut Ulrichshalben, L,. H88-tz vol. I., tol. Z8S, «Original,mit den eigenhändigen Unterschriften. Das Siegel des Herzogs istabgefallen, das Tümpliug'sche erhalten.
Von Gottes Gnaden, wir Wilhelm Herzog zu Sachßen, Jülich, Cleve undBergen, Landtgraff in Duringen, Marggraff zu Meißen, Grasf zu der Marckund Ravenspurgk, Herr zu Ravenstein xp. Hiermit fugen zu wissen, daß nachdemwir umb unsers scheinbaren Nutzens willen vor nöthig befunden, diejenigenLehnstücke zu dein Ritterguthe Ulsrichshalben gehörig, darein Hiebevor nach
(iü. 8.)
Michael GerlachAmtschößer zu Roßla.
(U. 8.)Sebastian NandtwigchAmtsverwalterzu Hardisleben.
Weimar, Januar s6.