Zum Siebenden. Ein jeder Borger, der freinbde Bier oder Wein uffVorrath einlegt, kanfft und weiter verschigkt soll dein Rath von jedem SpundeWein zwen Groschen, vom Bier aber ein Groschen zu geben vcrpflichtt sein.
Zum Achttenn. Wer sich unnderm Wische kauffens anmassen wirdt, demes nicht gepurt, sollen baide wissentliche kauffer und verkauffcr deni Rathe inStraff nach Gelegenheit der Whar so er gekaufft verfallen sein. Wie wol derRath auch die Straffen an Gepeuden bcgertt, weil aber Grnndt unnd Bodenim Felde und Flegk der Erbherrn unnd nicht des Raths ist, so kan dem Ratheda kein Straffe gepuren. Doch umb mehrer Aufsehens willen, damit Wege,Stege und Straßen vonn Niemande wieder die Willigkeit geengert noch ge-schmelertt, beide im Felde und in der Stadt sollenn sie ann jeder Straffen überdes Richters Gepur funff Groschen haben, anß Nachlassung und nicht vonnRechtswegen. Diese Artigkell sollen dem Rathe hirmitt dieser Eonditionn ein-gereumbt sein, Das den (z) Gcrichtshäldernn uff Appellation der VorbrecherErkcndtnuß vorbehaltten, auch do der Rath fursetzlich darüber schreitten wurde,sollen sie nach Gelegenheit solcher Arttigkel aller Eins oder mher wiederumbenttnohmen werden. Daruber inen und dem Richtter Johann theilingen jedes-theils Abschriefft zugestellt. Soll aber inen an anndern iren Übungen unndGerechttigkeitten hirmit nichts benomen sein. Geschoen und gebenn zu Sultza,die Zeitt Burgermeister gewesen Elemen Bloß, Annders Frangke, MoritzAmma und ksanns (lZueutte, Dinstags nach Imois ^o.vominj ^5S2 (^s.Dccember).
8. Theberedung zwischen Georg's von Gauern auf Lichtentanne(Schwiegervaters von Otto von Tümpling) TochterMargarethe und Solomon von Döllnitz.
Schinditz, (566 Jan. 7.ksandschrift: Abschrift: Ernestin. Gesammt-Archiv Weimar, RöA. kAvon Pöllnitz, „Vtto von Tümpling als Vormund der verwittwetenMargarethe von Döllnitz, zsös/67".
Im Nahmen der heiligen Dreyfaltigkeit. Im ein Taussent funffhundertund Montagk nach Triam UsAam im sechsundsechtzigistcn Jahre Seindt zu-sammen kommen in der Edlen und Tugentsamen prigitta von Buna Witt-frawen Behausung zu Schinditz, die Edlen und Ehrnvesten Georg von Gauernzur Lichten Tannen Ahn ein theils und Salomon von Polnitz anderstheils undhaben aldo eine Christliche sreundtliche unthcrrede gehalthen wie volgt:
Erstlich, das gemelther Salomon von Polnitz bedacht, auß Verleihunggottes des Almechtigen und in willens sich zu bemelthen Georg von Gauernzu befreunden und seine liebe Tochter Jungfraw Margretha von Gauern zueinem Ehgemal haben will und begeret. Weil dann bemelthe von Polnitzeines ehrlichen Geschlechts, So Hab ich ihme mein Tochter zu vorsagen nichtgewust Und habe gemelthen von Polnitz Ihm sie Im nahmen des vatters,des Sohns und des heiligen Geistes zue einem Ehgemahl vertrauet. Und