Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
416
Einzelbild herunterladen
 

- ^

begleitete sie ihn nach Carlsbad, wo sie mit ihm drei Monateblieb.

Im herbst kehrte sie mit den Eltern nach Sorna zurück, waswieder in wohnlichen Zustand versetzt worden war und wo sie diefreudige Runde von dein Siege bei Leipzig erhielt.

Am (7. October (8(H verlor sie ihren Vater.

Zwei Jahre darauf wurde sie Hofdame der regierenden Fürstinzu Schwarzburg-Sondershausen, welche, getrennt von ihrem Ge-mahl, mit ihren beiden Rindern in Arnstadt lebte, wo ihr edlerSchwager, Prinz Carl, mit seiner Familie ihr viele Aufmerksam-keiten erwies. Dort knüpfte Friederike viele Beziehungen mit denHerrschaften von Rudolstadt (besonders mit der Fürstin-Mutter),von Dessau und Homburg an, ebenso lernte sie dort Schiller'sSchwägerin, Frau von Molzogen, sowie deren Mutter, Frau vonLengefeld, die berühmtevliero insro", Schiller's Mittwe^ und ihreTöchter Caroline und Emilie näher kennen und kam sie öfters inder Nachbarschaft mit den Familien des Grafen Reller auf Stedtenund des Landkammerraths Schierholz zusammen. Auch war siemit ihrer Fürstin und deren Tochter viel in Rudolstadt, wo siebesonders mit der Familie von Beulwitz in regen Verkehr kam.

Nachdem Fürst Leopold zur Lippe die Hand der PrinzessinEmilie erhalten hatte, folgte Friederike derselben im Jahre (320nach Detmold, hier trat sie der herrlichen Fürstin-Mutter Paulinezur Lippe geb. Prinzessin zu Anhalt-Bernburg besonders nahe,*^ebenso der Fürstin Christine, Stiefgroßmutter des Fürsten.

Der Gesundheitszustand Friederikens bewog sie (323, nach

"in ihrem ganzen Wesen höchst anspruchslos und einfach, doch warihre äußere Erscheinung angenehm, ohne je schön zu sein."

^Bei der feierlichen Handlung, wie sie die Regierung niederlegte, warich so glücklich mit Augenzeuge zu sein. Nie hörte ich eine so kraftvolle Redeaus weiblichem Munde, nie sah ich eine solche Würde!"

Am 2y. December ^820 starb die Fürstin, nachdem Friederike und diesürstliche Familie mit ihr das h. Abendmahl genommen.