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wachsen zurückzukehren. Vorher erhielt sie die Dekoration und dieWürde einer Stiftsdame des adeligen Fräuleinstiftes zu Cappel.
Sie ließ sich nun in Dresden nieder, wo ihre StiefmutterObersthosmeisterin, ihre Stiefschwestern Therese und WilhelmineHofdamen waren (bis Wilhelmine (82ß Bcoritz von Nostitz undTherese (337 Tarl von Gaertner heirathete) und wo sie nochJahre, geliebt und geehrt von ihrer Familie und im Umgangmit bedeutenden Nlenschen, lebte. Ihre Beziehungen zu Elisa vonder Recke veranlaßten sie, im Jahre (327 in deren Haus (woselbstauch Tiedge wohnte) in der Neustadt zu ziehen F aber schon am(3. April (833 verlor sie diese edle Freundin, welche im Alter von78 Iahren starb,^ nachdem ihre Schwester, die Herzogin von Cur-land, schon am 20. August (32( zu Löbichau ihr vorangegangenwar. Friederike blieb aber in dem Recke'schen Hause bis (3HH wohnen.
Im Sommer (8^(( sah sie bei Gelegenheit der Einweihungdes Denkmals für Friedrich Wilhelm III. in Teplitz den Prinzenvon Preußen, den späteren Kaiser Wilhelm und lernte sie (8H5den Dichter Geibel kennen, dessen durchaus wahren und edlenCharakter, verbunden mit seinein anspruchslosen und natürlichenWesen, sie rühmt.
Im Jahre (8Hs> erlebte sie in Dresden die traurigen Alai-tage und stand sie bald daraus in der Fürstengrust zu Weimar anden Särgen Goethes und Schillers. Am 25. September (353 starb
^ ... „wo mich die edle Frau wahrhaft mütterlich aufnahm und michbis au ihr Ende liebevoll behandelte, welches mir unvergeßlich bleiben wird."
Friederike sah dort auch Lude der zwanziger Jahre oft Elisa's Nichten,die Baronin Schöpping geb. Gräfin Nedem und die Gräfin Elise tltedem;t8H7 lernte sie in Dresden auch die Schwester der Baronin Schöpping, dieGräfin Pahlen, kennen.
^ „Ihr Andenken wird mir stets heilig und ehrwürdig bleiben! Daß icham Sterbebette dieser merkwürdigen Frau gestanden, gehört zu den seltenenEreignissen meines Lebens. Tiedge blieb im ksause in seiner Wohnung, woer nach einigen Iahren sein Leben beschloß."
U.icdge starb am 8. März nachdem „seine Geisteskräfte so ab-
genommen, daß er keinen Willen mehr hatte".
von Tümpling. II. 28