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2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
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schäftigen. Aus den Akten'"' geht hervor, daß, wie der Amts-richter Georg Ernst Albrecht zu Stadt Sulza am 28. August (673an den Amtsschosser Rayser berichtet, der Pranger (Rack") aufdem Platze vor der Rirche zu Bergsulza ungefähr im Jahre (6(2aufgerichtet worden war (derjenige zu Stadt Sulza, der Ragkusgenannt, erscheint schon (562 vergl. Urkunden-Anhang 7). ImJahre (6H3 ungefähr hätte sich dann ein Radschmied, der unterden Soldaten gewesen undmehr als Brod essen können, umsolchen Rack mit dem Pferd rumgetummelt und als er ahn-gemercket, daß solch Halßeisen gar ungemein dücke und starck ge-wesen hatt er die spootatores ermahnet, auf ihn Achtung zu haben,ob er auch solch starkes Eisen anzweibrechen könne? Inmaßen ermit beyden Händen auffm Pferd daran gefallen, iedweder Halb-theil solches Halßeisens in eine Hand absonderlich gefasset vnd an-zwey gebrochen". Seitdem sei der Pfahl selbst verfault.

Hans Oswald hatte sich nun erboten, dem fürstlichen Amts-gerichte ein Stück Eiche zu verehren und daran ein Halseisen machenzu lassen. Das Amtsgericht sollte dann den Pranger durch seineFröhner eingraben und setzen lassenzu einem Schreckbilde, weildie Dieberey so groß, und desto vollkümlicher exegirung der liebenJustiz."

Auf Grund eines Erlasses des Herzogs wurde Hans Oswaldgestattet, den Pranger auf seine Rosten setzen zu lassen, unter derBedingung, daß er einen Revers unterzeichnete, in welchem er er-klären sollte, daßdie Stellung seiner Delinquenten an den Prangerdes Ambts Jurisdiction (welches seine eigenen Halseisen an denTümpling'schen Backhäusern zu Stadt und Dorf Sulza hatte) nichtpräjudicirlich oder nachtheilig sein soll."

* Geh. Haupt- und Staatsarchiv zu Weimar, Sachsen mit Adel undLehnsleuten, Sulza, des von Tümpling zu Berg Sultza vorhabende Setzungeines neuen Prangers betreffend, ZS7Z.