Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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Diesem folgte, um zwei Injurienprozesse zwischen Hans Os-wald und den Syndici des Raths, Volkmar Reinstein und EliasWeinland, zu erledigen, an, 2s. Juni zu Weimar ein Receß(Staatsarchiv, Abschiede, vol. XX toi. sHHbsH5), in welchem esheißt: ...daß sie einander eine reciprocirliche ehrenerklärung mitdarbietung der Hände, wie sie von einander nichts alß liebes vndgutes wüsten, er, der raht, auch dem von Timpling hinführo allengebührenden respect erweisen, dieser aber sich gegen den rath jeder-zeit gebührenden glimpfs vnd guter bescheidenheit befleißigen wolle."

Schon am H. Juli hatten sich aber die Junker wieder überden Rath zu beklagen; in den Iahren s 63 s-(683 drehte sich derStreit hauptsächlich um die Anspänner in den drei Sulza. DerHerzog stand auf Seiten der Junker, er erklärte dem Schosser, daßJene unweigerlich die Heufuhren zu leisten hätten. Da sie sichtrotzdem weigerten, so befahl der Herzog am 20. August, Zwangs-mittel anzuwenden. Mit Recht konnten die Junker am 20. Oc-tober dem Herzog schreiben:Es bleibet das Sprichwort wohlwahr: Es kan niemand! länger Friede haben als sein Nach-bar wil."

Die Alagen gehen s682 weiter, im Jahre s633 folgt aufHerzog Johann Ernst Herzog Wilhelm Ernst, s68H heißt es, daßdie Anspännerin ihrem Trotz verharren" und im Jahre s685befiehlt endlich der Herzog am 3. August dem Amtmann zu Roßla:...du wollest bemeldte Anspänner ihre Schuldigkeit unweigerlichzu verrichten gebührend anhalten."

Mit diesem herzoglichen Erlaß schließen die Akten.

Hans Oswald hatte wahrlich alle Veranlassung, gegenüberder althergebrachten Widerspenstigkeit eines Theiles der Ein-wohner der drei Sulza (schon im Jahre s603 schrieb ja derSchosser an den Herzog:iu summa, der ungehorsam ist des ortsso groß, das man davon nicht genugsam schreiben kan") sich ernst-lich mit der Aufstellung eines Prangers auf Bergsulza zu be-