Greiffen Flügel haben vnd sich so leicht alß ihre der Aläger Lügenin die Lust schwingen vnd über die Mauer fliegen können".
So sei Alles „eine wohlgespückte Lügende, womitt sie ihrerZancksucht vndt annöthigung eine Farbe anstreichen wollen".
Die Beschwerden der Gemeinde Bergsulza seien endlich einegrobe und strafbare Unwahrheit. „Daß ich, der von Tümpling,drey Flecklein Arautlandt erkauffet, ist zwar wahr, daß aber fürst-licher gnädigster Herrschafft wie auch der Gemeinde das ihrige nichtabgestattet werde, ist ein offenbarer Vngrundt ... es können sichdie mißgünstig vnd zanksüchtigen Aläger nur einbilden, daß ichmich von ihnen dergestalt einschräncken laßen werde, daß ich nichtkauffen solle, was mir angebothen vnd anständig. Ist sonst außdiesen: Punkt zu ersehen, wie die selbst auffgeworffenen Alägervnter dem Hütlein spielen, vndt nicht die gantze Gemeinde, sondernnur etliche Alüglinge in Alage wieder mich stehen, denn ie dieVerkäufer der mir verkaufften Arautländer wieder sich selbst klageten."Gr protestire „zierlichster maßen" wider ihre Begehren und bitteden Herzog, daß ihnen Nichts gegen das Herkommen und klareVerträge eingeräumt werde.
Am 2fl. December bitten Hans Oswald und Raschau nochden Herzog, „insonderheit den unruhigen Goncipienten der Alage,welcher sie sonder zweiffel vnter Vertröstung güldener freyheits Bergehierinnen verstercket, ernstlich zu bestraffen."
Nachdem „zu beylegung solcher zwischen ihnen hiebevor schonlängst eingewurzelten mißverstände?" an: 7. Februar (630 zuWeimar ein Receß in 23 Artikeln (Staatsarchiv Weimar, Ab-schiede, vol. XX tol. (30^—(33) vollzogen worden war, pro-testirten die drei Genreinden wiederum gegen denselben, woraufein Abschied „auff dem adlichen Hause zu Berg Sultza", zu GunstenHans Oswald's, am 9. März, wiederum ein Protest und wiederein Bescheid folgten.