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Akten von 5679 und 5630 sowie zwei andere im Staatsarchiv zuWeimar befindliche Aktenstücke ^ bieten sehr reiches und sehr weit-schweifiges Material für die Geschichte der Aämpfe der „Junker"mit jenen drei Gemeinden in den Iahren 5679—5685. Mit HansOswald erscheint sein Schwager Wolsgang David von Raschau,der ja seit 5675 Stadt Sulza besaß.
Bürgermeister zu Stadt Sulza war im Jahre 5679 NicolausEschner, Amtsschosser zu Nieder-Roßla Nicolaus Fischer. Eschnerund der Rath der Stadt rühmten zu jener Zeit, daß von: Jahre5669 an der Friede zwischen ihnen und den Junkern rühmlich ge-halten worden sei. Als nun am . 5. Juli 5679 Letztere bei HerzogJohann Ernst über den Rath und die Dienstleute sich beschweren,da erklärt der Rath, daß er sich viel mehr als „diese vornehmenLeute" zu beklagen habe, aber bisher „um erhaltung Nachtbar-licher Freundschaft willen gantz stille geseßen". Diese verhieltensich „gar ungütlich und nicht nachbarlich" gegen ihn, indem siez. B. jeden Hund, der vor die Stadt käme, und jede Gans, dieauf ihr Wasser oder ihre Güter käme, todt schössen, indem Raschau'sSchweine den ganzen Tag in der Stadt herumliefen, indem dieJunker ohne Einwilligung des Raths und der Gemeinde einenBäcker eingesetzt hätten, der Backofen in der Stadt sehr „wandel-bahr" wäre und die Junker sich gegen die Frohnleute gar un-gebürlich benähmen und sie wohl Schelme und Diebe hießen.
Nicht minder beklagten sich die Gemeinden zu Dorf- undzu Berg-Sulza, letztere beschwert sich besonders darüber, daßHans Oswald immer ein Arautland nach dem andern an sichkaufe, von dem er weder dem Landesfürsten noch ihr Etwas gäbe,
* I,it. ^ Nr. qzqs und „Acta zwischen kanß Gßwaldcn von Tümplingund Molff Daviden von Raschan zu Stadt- und Berg Sulza und den Anspannernder z Sulza wegen der Frohnen nnd sonstcn, ^sso, 8t, 82, 8-5, 8s" (un-registrirt, kehnssachen Sulza).
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