— s28 —
und sie der Meinung waren, „ob sollte der von Tympling seineSchäferey allzusehr stärken." Letzterem wurde daher auch auf-gegeben, nicht mehr als 830 Schafe zu halten — eine Zahl, welcheer nach den 'Kaufbriefen nicht überschreiten durftet
Die beiden regierenden Bürgermeister, Hans Gehrig und HansSchroth, 7 Männer eines ehrbaren Raths, die H Viertelsmeisterim Namen der Bürgerschaft, ^ Vertreter des Dorfs und 5 vonBergsulza gelobten mit Handdarreichung, die Abmachungen desRecesses halten zu wollen. Die beiden Gommissarien besiegeltenund unterschrieben ihn. —
Die Beziehungen der drei Sulza zu den Besitzern der Ritter-güter in Berg- und Stadt Sulza sind, wenigstens während derTümpling'schen Herrschaft von f393—f6s>0, nie freundliche ge-wesen. So hatten jene schon zu Otto's Zeiten sich geweigert, dieschuldigen Frohndienste zu leisten, so daß damals der Schosser zuRoßla an Herzog Johann schrieb: „in summa, der ungehorsamist des orts so groß, das man davon nicht genugsam schreibenkan." —
Um die Salzquellen zu Sulza wiederzufinden, hatten die Fuggervon Augsburg s573 vier Schächte angelegt. Im Jahre s60ßstand das Salzwerk, wie es heißt, „wieder im vollen Glück".s623 wurde das Werk in Unter-Neusulza angelegt.
Hans Oswald wurde durch diese Salzbauten in Mitleiden-schaft gezogen. Gr erlitt Schaden an Acker und Wiesenwachs:Die Gommissarien und Salzverwalter zu Sulza forderten ihn am6. Mai s6sH auf, seinen Schaden anzugeben; am 2<s. Juni s6s3erhielt er die „gnädigste Vertröstung", daß ihm der Schade ersetztwerden solle.
* Es heißt nämlich in dem Kaufverträge vom 2. Januar :sg5 zwischenden Herzögen und Thomas von Denstedt: „deßgleichen die Schaftrift, wie sievnser Ambt Roßla zu der Schäferey zu Sultza ist bißhero berechtiget gewesen,daraus man mit der Knechte viehe sso Schaf wohl erhalten kan."